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  • Titel
    Schwarzföhrenwälder in Kärnten
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1967
  • Seiten
    97 S.
  • Material
    Bandaufführung
  • Digitales Dokument
  • Standardsignatur
    4513
  • Datensatznummer
    48348
  • Quelle
  • Abstract
    Wälder von Pinus nigra (Schwarzföhre, Scharzkiefer) sind auf Grund besonderer geographischer und klimatischer Verhältnisse in Südkärnten weiter verbreitet. Diese Vorkommen stellen, abgesehen von einem Isolierten im Wiener Wald, die nördlichsten Vorposten solcher Wälder dar. Über Sättel und Senken (Seeberg, Loibl; Gailitzer Senke) der Gebirgsstränge, die Kärnten nach Süden abschirmen, wanderte Pinus nigra zusammen mit vielen illyrischen und südostalpinen Begleitpflanzen aus den grossen zusammenhängenden Schwarzföhrengebieten nach Norden. Dies geschah nach der letzten Eiszeit. Pinus nigra Arnold i.e.S. gehört mit ihrer Verbreitung in Österreich und Krain einer grösseren Artengruppe an. Die Verbreitung reicht von Spanien über Südfrankreich, Italien, die Balkan-Halbinsel bis nach Kleinasen. In Kärnten ist Pinus nigra ausschliesslich in der luftfeuchten, ozeanisch beeinflussten Alpenrand-Zone auf sehr jungen und trockenen Kalk- und Dolomitböden in Südwest- bis Ostlage verbreitet. An sonnigen Hängen gehört Pinus nigra der warmen Unteren Rotbuchenstufe, auf schattigen luftfeuchten Hängen jedoch der Mittleren Rotbuchenstufe des ozeanisch getönten Alpenrandgebietes an. Soziologisch sind die Kärntner Schwarzföhrenwälder in die Ordnung Ericio-Pinetalia zu stellen, obwohl Pinus nigra auch gelegentlich in Einheiten der Ordnung Fagetalia zu finden ist. Es wird folgende Gliederung gegeben: Ericio-Pinetalia, Orneto-Ericion, Orneto-Pinetum nigrae, Orneto-Pinetum nigrae caricetosum humilis, Arctostaphylos Uva-ursi-Variante, Orneto-Pinetum nigrae calamagrostidetosum variae, Fagus silvatica-Variante, Petasites paradoxus-Variante, Orneto-Pinetum nigrae molinietosum arundinaceae var. lit., Pineto-Ericion, Rhodothamneto-Rhodoretum hirsuti, Rhodothamneto-Rhodoretum hirsuti pinetosum nigrae, Rhodothamnus Chamaecistus-Variante, Rhododendron hirsutum-Variante, Fagetalia, Asperulo-Fagion, Dentario-Fagetum, Pinus nigra-Variante. Die Schwarzföhrenwälder bilden nirgends das Schlussglied der Vegetationsentwicklung. Sie sind verschiedenen Initialstadien als Pionierwaldgesellschaften zuzurechnen. Wo das Relief es gestattet, können höher organisierte, anspruchsvollere Waldgesellschaften entstehen. Hier in Kärnten wäre das Endglied der Entwicklung ein Rotbuchen-Mischwald. Auf ungünstigen Standorten bleiben Pionierwaldstadien als Dauergesellschaften erhalten. Nur ein Teil der Schwarzföhrenwälder in Kärnten ist noch primären Ursprungs, während die Hauptmasse der Bestände wohl sekundär, nach Vernichtung von Rotbuchenwäldern, aufgekommen ist.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
14233924513ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar