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  • Titel
    Landschaft und ihre Konstruktion : Theoretische Überlegungen und empirische Befunde
  • Paralleltitel
    Landscape and its construction. Theoretical considerations and empirical findings
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Stuttgart
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2006
  • Illustrationen
    4 Abb., 57 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14217
  • Datensatznummer
    200131607
  • Quelle
  • Abstract
    Der vorliegende Beitrag befasst sich mit einem konstruktivistischem Landschaftsbegriff sowie dessen Verfügbarmachung und der Planung. Eine zentrale Aussage bei der konstruktivistischen Landschaftsbetrachtung besteht darin, dass Landschaft nicht als objektiv allgemein gültig gegeben angenommen werden kann. Landschaft stellt vielmehr ein soziales bzw. ein durch Sozialisierung geprägtes individuelles Konstrukt dar. Entscheidend für die Wahrnehmung von Landschaft sind dabei kognitive Filter, die aufgrund bewusstseinssystemischer Strukturen einer voraussetzungsfreien Wahrnehmung der Systemumwelt (in diesem FAlle wesentlicher Aspekte des Raumes) im Wege stehen. Diese kognitiven Filter sind sowohl bei Personen vorhanden, die sich professionell mit Landschaft befassen, wie auch bei Landschaftslaien. Daraus folgt, dass eine Gestaltung einer objektiv gegebenen Landschaft unmöglich erscheint, da jede Person in anderer Weise Landschaft konstruiert. Dadurch verliert Landschaft an Eindeutigkeit. Für die Landschaftsplanung bedeutet dies, nicht nach dem Eindeutigen, dem "so und nicht anders" zu Interpretierenden, zu streben, sondern die Vieldeutigkeit von Landschaft zuzulassen.