Titel
Landschaft und ihre Konstruktion : Theoretische Überlegungen und empirische Befunde
Paralleltitel
Landscape and its construction. Theoretical considerations and empirical findings
Verfasser
Erscheinungsort
Stuttgart
Verlag
Eugen Ulmer
Erscheinungsjahr
2006
Illustrationen
4 Abb., 57 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
14217
Datensatznummer
200131607
Quelle
Naturschutz und Landschaftsplanung 2006, 38(5) : Objektivierung von Naturschutzbewertungen : Heimatbegriff : Landschaft und ihre Konstruktion; S. 146-152
Abstract
Der vorliegende Beitrag befasst sich mit einem konstruktivistischem Landschaftsbegriff sowie dessen Verfügbarmachung und der Planung. Eine zentrale Aussage bei der konstruktivistischen Landschaftsbetrachtung besteht darin, dass Landschaft nicht als objektiv allgemein gültig gegeben angenommen werden kann. Landschaft stellt vielmehr ein soziales bzw. ein durch Sozialisierung geprägtes individuelles Konstrukt dar. Entscheidend für die Wahrnehmung von Landschaft sind dabei kognitive Filter, die aufgrund bewusstseinssystemischer Strukturen einer voraussetzungsfreien Wahrnehmung der Systemumwelt (in diesem FAlle wesentlicher Aspekte des Raumes) im Wege stehen. Diese kognitiven Filter sind sowohl bei Personen vorhanden, die sich professionell mit Landschaft befassen, wie auch bei Landschaftslaien. Daraus folgt, dass eine Gestaltung einer objektiv gegebenen Landschaft unmöglich erscheint, da jede Person in anderer Weise Landschaft konstruiert. Dadurch verliert Landschaft an Eindeutigkeit. Für die Landschaftsplanung bedeutet dies, nicht nach dem Eindeutigen, dem "so und nicht anders" zu Interpretierenden, zu streben, sondern die Vieldeutigkeit von Landschaft zuzulassen.