- Standardsignatur11920
- TitelMaterialien zur Situation der Chemisch-Reinigungen : Teil A - Messungen von Tetrachlorethen im Umfeld von Chemisch-Reinigungsbetrieben. Teil B - Darstellung der Technologie von Chemisch-Reinigungsmaschinen sowie alternativen Reinigungsverfahren
- Verfasser
- ErscheinungsortWien
- Verlag
- Erscheinungsjahr1993
- Seiten56 S.
- Illustrationen46 Lit. Ang.
- MaterialBandaufführung
- Datensatznummer97438
- Quelle
- AbstractDie Dienstleistung der Kleider-, Textil- und Lederreinigung werden vom Gewerbe der Textilreiniger, frueher Chemisch-Reiniger genannt, angeboten. Die Bezeichnung Chemisch-Reinigung ist wegen des Imageverlustes der Chemie in der Oeffentlichkeit auf Textilreinigung geaendert worden, aber auch um die eigentliche Aufgabe dieses Gewerbes wieder mehr in den Vordergrung zu ruecken. Die Kunden erwarten von den zur Bearbeitung uebergebenen Kleidungsstuecken sauberes Aussehen und Hygiene, haben aber auch Anforderungen an Griff und Aufbereitung der Ware sowie Interesse an einem angemessenen Preis/Leistungsverhaeltnis. Mit welcher Reinigungstechnik diese Erwartungen erfuellt werden, ist dem Kunden allerdings meist gleichgueltig. Moderne Textilien und Kleidungsstuecke verlangen oft eine gesonderte Behandlung, da sie aufgrund der eingesetzten Stoffe und/oder besonderen Verarbeitung mit herkoemmlichen Waschmaschinen zu Hause kaum gereinigt werden koennen. Besonders diese Kleidungsstuecke sind es, die sinnvollerweise zur gewerblichen Reinigung gebracht werden, und auch gebracht werden muessen, um die Kleidungsstuecke nicht durch Entfaerbung, Einlaufen oder anderen Aenderungen untragbar oder unansehnlich zu machen. Aufgrund der scheinbar problemlosen und universellen Anwendbarkeit haben sich Halogenkohlenwasserstoffe, insbesondere Tetrachlorethen, in der gewerblichen Textilreinigung etabliert. Durch eine spezielle Kennzeichnung in den Kleidungsstuecken sollte sichergestellt werden, dass eine fuer die jeweilige Faser und Verarbeitung adaequate Reinigung durchgefuehrt wird, F (fuer flammable) in einem Kreis fuer derzeit mit FCKW R 113 und P (fuer Per) in einem Kreis fuer mit Tetrachlorethen zu behandelnde Ware, sowie einem speziellen Zeichen fuer Waschmaschinen geeignete Textilien. Um aber eine Beschaedigung bzw. Veraenderung der Ware auf jeden Fall zu vermeiden, werden die Waren vom Hersteller hinsichtlich ihrer Reinigungsanforderungen oft zu vorsichtig eingestuft. Ausgeloest durch die Suche nach alternativen Reinigungsverfahren aufgrund des Verbots von R 113 konnte festgestellt werden, dass viele Kleidungsstuecke, die mit F gekennzeichnet sind, ohne Probleme auch mit Tetrachlorethen zu behandeln sind. Aehnliches duerfte auch fuer viele mit P gekennzeichneten Waren im bezug auf waessrige Verfahren zutreffen. Tetrachlorethen wird oft als das ideale Reinigungsmittel dargestellt, waehrend andere Verfahren diese Reinigungsziel angeblich nicht oder nur schwer erreichen. Tetrachlorethen vermittelt auch den Eindruck von hygienischer Sauberkeit. Zum Teil koennte diese Assoziation durch den chloroformartigen Geruch, der an Spitalshygiene erinnert, verstaerkt werden. Fuer die hygienisch saubere (keimreduzierende) Wirkung ist allerdings nicht die Reinigung mit Tetrachlorethen ausschlaggebend. Dies wird meist durch eine Hitzebehandlung, Buegeln oder Daempfen, erreicht...
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