Standardsignatur
Titel
Mineralogische und petrologische Untersuchungen zur Klärung des Quellverhaltens von bitumengebundenen Schichten im Strassenoberbau
Verfasser
Verlag
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
222 S.
Illustrationen
123 Abb., zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
ISBN
3-85437-230-2
Datensatznummer
94372
Quelle
Abstract
Die verwendeten Körnungen für bituminöse Tragschichten und Walzasphalt müssen in allen Korngruppen aus frostbeständigem Korn aufgebaut sein und haben die Anforderungen gemäß RVS 8.01.11 (185) zu erfüllen. Für das Gesamtkorngemisch gilt bis zur Festsetzung eines Grenzwertes die Regelung der RVS 8.01.11 gemäß Tab. 2.186,187. Nach RVS 8.01.11 dürfen Gesteinskörnungen höchstens 10% an wasserempfindlichen Mineralen im Anteil < 0,02 mm aufweisen. Die Mineraluntersuchung ist gemäß RVS 11.062, Pkt. 5 durchzuführen. Selbst wenn eine Körnung den Anforderungen entspricht, kann ein Schaden auftreten. Es wurde angenommen, daß Verwitterungskrusten an der Oberfläche von Lieferkörnungen die Ursache für die Schadensfälle in bitumengebundenen Schichten darstellen. Im Zuge der Untersuchungen stellte sich allerdings heraus, daß nur selten Krusten an einzelnen körnern ausgebildet sind. Vielmehr haften feine Partikel an den Oberflächen der Körner, die durch Naßsiebung - auch bei reichlicher Wasserzugabe - nicht abgetrennt werden können. Es wurde eine Methode entwickelt, bei der diese feinen Partikel mit Hilfe von Ultraschallgeröten abgelöst werden konnten. Die Methode der "Beschallung mit Ultraschallwanne und Ultraschallstab" erwies sich als am bestem geeignet. Sie wurde daher für die weitere Behandlung der Proben herangezogen. Durch die Einwirkung des Ultraschalls werden die Körner in Schwingungen versetzt. Einerseits führt die Beschallung zu einer Dispergierung und Ablösung von Teilchen, andererseits ist aber auch eine Einregelung der Körner zu beobachten. Durch die Halbierung der Probenmenge wurde der Druck der auflagernden Körner reduziert, wodurch die zuvor beobachtete Verdichtung vor allem bei feineren Kornklassen herabgesetzt werden konnte. Dadurch konnte rund das Eineinhalbfache an Feinanteilen gewonnen werden. Im allgemeinen haben die Materialien in der Kornklasse 0,09/0,25 mm einen signifikant hohen prozentuellen Anteil an anhaftenden Feinanteilen im Vergleich zu den übrigen Kornklassen. Der hohe Anteil ist einerseits auf die große Oberfläche der Kornklasse 0,09/=,25 mm und andererseits auf den Grenzbereich von 0,09 mm zurückzuführen. Die Gesamtoberfläche einer Körnung nimmt mit ihrer Feinheit zu. Je größer die Oberfläche einer Kornklasse ist, also je kleiner die Körner sind, desto größer ist der Anteil der anhaftenden Feinanteile. In der Kornklasse 0,09/0,25 mm können zahlreiche Körner durch die Ultraschallbehandlung im Durchmesser verkleinert werden, wodurch diese durch das Sieb fallen und in die Menge der anhaftenden Feinanteile eingerechnet werden.