Als Bestandteil des Naturhaushalts in Wäldern spielen Waldböden aufgrund ihrer biologischen und chemischen Filter-, Puffer- und Stoffumwandlungseigenschaften eine zentrale Rolle als Speicher- und Transformationsmedium gegenüber Umwelteinflüssen. Bodendaten sind deshalb ein zentrales Element des Forstlichen Umweltmonitorings.
Die erste Bodenzustandserhebung (BZE I) wurde in Sachsen-Anhalt in der Zeit zwischen 1992 und 1994 durchgeführt. Die Wiederholungsinventur (BZE II) fand schwerpunktmäßig in den Jahren 2006 bis 2008 statt. Beide Erhebungen basieren auf einem systematischen repräsentativen Rasternetz mit insgesamt 78 Aufnahmepunkten.
Bei der BZE II wurden folgende Merkmalsgruppen erfasst: Forstliche Daten und allgemeine Angaben (Punktdaten, raumbezogene Daten, Daten zur Aufnahmesituation und Angaben zu bodenverändernden Ereignissen), Boden (Profilbeschreibung, Bodenchemie inkl. Schwermetalle und Organika sowie Bodenphysik, jeweils getrennt nach Mineralboden und Humusauflage), Nadel-/Blatternährung, Bestandesdaten, Vitalität (Waldzustandserhebung) und Bodenvegetation. Die Erhebungen und Probennahmen erfolgten nach der bundesweiten Arbeitsanleitung für die
BZE II (WELLBROCK et al. 2006).