Hokkaido ist die noerdlichste Insel Japans. Die Waldflaeche bedeckt 5,6ha oder 71% der Landesflaeche. Mit der Holzernte wurde hier zu Anfang des 20. Jahrhunderts begonnen. Der Uebergang der Holzernte der alten Naturwaeldern zur Plantagenforstwirtschaft ist in den Staatsforsten und beaufsichtigten Forsten noch immer im Gange. Der Plan zur Steigerung der forstlichen Produktion wurde von 1950 an bis in die fruehen siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts entwickelt und hatte weitreichenden Einfluss auf die Staatswaelder und beausichtigte Waelder in Hokkaido. Dieser Plan wurde entwickelt, um die Holzernte zu steigern, jedoch nicht, um eine jaehrlich gleichmaessige Holzversorgung zu gewaehrleisten, um die sozialen Beduerfnisse jener Tage zu befriedigen. Er beabsichtigte die Umwandlung alter Naturwaelder in eine Plantagenforstwirtschaft mit schnell wachsenden Baumarten. Der Plan zur Steigerung der forstlichen Produktionskapazitaet beruhte auf der Annahme, dass die Naturwaelder alt und ueberreif waren, ihr Zuwachs gering oder null, waehrend derjenige von Plantagenwaeldern hoch war. Um die Produktionskapazitaet der Staatswaelder und der beaufsichtigten Waelder zu heben schien es daher notwendig, die Naturwaelder in Plantagenwaelder umzuwandeln. Es fragt sich, ob eine solche Annahme richtig war oder nicht. Waehrend die Flaeche der Plantagenwaelder 0,8 Millionen ha in den Staats- und beaufsichtigten Waeldern betrug, sank das Volumen der gesamten Holzernte in Hokkaido seit 1972. Die Menge, die 1989 geerntet wurde, betrug 57% derjenigen von 1971. Die Staemme, die aus den Naturwaeldern geerntet wurden, wurden im Durchmesser geringer und die kuenstlich begruendeten Waelder haben noch nicht die Hiebsreife erreicht. Wir sollten aus diesem erfolglosen Experiment in Hokkaido einiges lernen koennen.
902 (Geschichte der Wälder und des Forstwesens [Unterteilung durch Querverweise zu den geographischen und sachlichen verwende 902:972 oder 972.1/.9 für bestimmte Organisationen]) 905 (Forststatistik. Vorräte an Holz und anderen Forstprodukten) 228.81 (Urwald (Primärbestände)) 238 (Baumanlagen, die eine besondere Behandlung erfordern (z.B. Pappelpflanzungen, Wurzelholz von Erica arborea usw.). Biomasse. [Einschl. plantagenmässiger Anbau und Schnellwuchsbetrieb sowie Angaben über dafür geeignete Baumarten. (Nur für allgemeine Darstellungen über diesen Sachverhalt. Einzelmassnahmen sind jedoch in erster Linie mit den ihnen entsprechenden Nummern zu klassifizieren, z.B. bei Astung mit 245.1)].) [520] (Japan)