- Standardsignatur627
- TitelVersuch zur Charakterisierung einiger Waldhumusböden auf Grund ihrer Mesofauna (Kleinarthropoden)
- Verfasser
- ErscheinungsortWien
- Verlag
- Erscheinungsjahr1965
- SeitenS. 245-253
- MaterialUnselbständiges Werk
- Datensatznummer200062413
- Quelle
- AbstractEinige Waldhumusformen wurden unter Berücksichtigung ihrer Genese hinsichtlich ihrer Kleinarthropodenfauna untersucht. Ein "zoogener Zwillingshumus", der seine Entstehung der Tätigkeit von Kleinarthropoden und Anneliden verdankt, erwies sich in Streu, Abbauschichte und Mull nahezu uniform und reichlich mit Kleinarthropoden bevölkert. Eine vor drei Jahren erfolgte Düngung mit 375 kg Mischkalk und 250 kg Nitramoncal auf 2500 m¬ Versuchsfläche hatte unter den gegebenen Verhältnissen, eine Intensivierung des Bodenlebens auf 131% im Vergleich zum ungedüngten Waldboden zur Folge. Die ungünstige Entwicklung eines Bodens im Sinne einer Pilzhumusbildung unter Fichtenmonokultur kommt, im Vergleich zum Mullboden (Lumbricidenmull) des ursprünglichen Mischbestandes, in dem starken Rückgang des Bodenlebens auf 28% im Pilzhumus und 46% im Mull zum Ausdruck, wobei der Diplopode Polyxenus lagurus einen wesentlichen Anteil an der Lebensgemeinschaft des Pilzhumus hat. Während hier die Trockenheit der wesentlichste Auslesefaktor ist, lassen sich an den untersuchten Naßtorfbildungen die Auswirkungen vorübergehender und dauernder Vernässung auf das Bodenleben verfolgen. Ein Vergleich zwischen kohlig-fasrigem und kohlig-schmierigem Naßtorf zwigt die intensive Reaktion der Bodenfauna durch zahlenmäßige Verminderung auf Verschlechterung der Umweltbedingungen durch dauernde Vernässung der unteren Schichten, die in der Bodenflora noch nicht zum Ausdruck kommt. Untersuchungen des Sphagnum-Naßtorfes, haben in diesem eine lebenswidrige Bildung bestätigt, wohingegen der Lebensraum des grünen Sphagnumrasens eine Massenbesiedlung mit Kleinarthropoden aufweist.
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