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  • Titel
    Vegetation und Bestandesstruktur im Bannwald Napf, Südschwarzwald : Ergebnisse der Aufnahmen 1995/96
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Freiburg im Breisgau
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1998
  • Seiten
    50 S.
  • Illustrationen
    54 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    2354
  • Datensatznummer
    99808
  • Quelle
  • Abstract
    Der Bannwald Napf liegt westlich des Feldberggipfels im Wuchsgebiet Schwarzwald, Einzelwuchsgebiet Westlicher Südschwarzwald (3/10). In der Höhe erstreckt er sich von 960m bis 1357m ü. NN. Er ist 1970 als Bannwald ausgewiesen worden, große Teile sind jedoch schon seit 1955 als Nichtwirtschaftswald behandelt worden und auch einige Jahrzehnte zuvor aufgrund der schwierigen Geländeverhältnisse nur sehr eingeschränkt genutzt worden. Das mittlere Bestandesalter liegt zwischen 110 und 240 Jahren. 1994 wurde der Bannwald von 108ha auf die heutige Fläche von 140ha erweitert. Ziel der Untersuchung ist es, den langfristigen Wandel des Waldes in seiner Struktur, der Baumartenzusammensetzung und der krautigen Vegetation zu dokumentieren und damit die Grundlage für ein besseres Verständnis natürlicher Entwicklungsabläufe zu schaffen. Sowohl die pflanzensoziologischen Aufnahmen als auch die Forstliche Grundaufnahme erfolgten in einem 100 x 100m Stichprobenpunktraster, das sich am Gauß-Krüger-Koordinatensystem orientiert. Pflanzensoziologische Aufnahmen. Die pflanzensoziologischen Aufnahmen wurden 1995 auf quadratischen Aufnahmeflächen von 225 m2 durchgeführt. Die häufigsten Waldgesellschaften sind der Hainsimsen-Buchen-Wald (Luzulo-Fagetum) mit einem Verbreitungsschwerpunkt in den ost- und westexponierten steilen Hanglagen des Bannwaldes und der Hainsimsen-Tannen-Wald (Luzulo-Abietetum) in den nordexponierten Hängen und en höhen gelegenen Bereichen des Bannwaldes. Sie umfassen 82% der aufgenommenen Flächen. Daneben kommen der Ahorn-Buchen-Wald (Aceri-Fagetum) mit subalpinen Hochstaudenfluren an frischen, häufig bachnahen Standorten, der Waldmeister-Buchen-Wald (Calio-Fagetum) in tiefergelegenen, meist westexponierten Lagen und der Peitschenmoos-Fichten-Wald (Bazzanio-Piceetum) in den Randbereichen kleinflächiger, mooriger Mulden vor. Forstliche Grundaufnahme. Es wurden 101 Probekreise von 0,1ha bzw. 0,05ha (abhängig von der Geländemorphologie) mit einer Gesamtfläche von 7,85ha aufgenommen. Der lebende Bestand hat einen Vorrat von 483 fm/ha, woran die Fichte mit 67% den größten Anteil hat. Es folgen Buchen (17%), Tanne (11%) und Bergahorn (5%). An der Individuenzahl haben die Laubbaumarten einen höheren Anteil als am Vorrat. Sie sind auch in den unteren Bestandesschichten stärker beteiligt als in den oberen. Beides gilt in besonderem Maße für die Vogelbeere. Der Totholzvorrat beträgt 111 fm/ha, entsprechend 18,7% des Gesamtvorrates. Davon sind 80 fm/ha stehendes und 31 fm/ha liegendes Totholz. Die Fichte hat daran mit 87% einen überproportional hohen Anteil. Umgekehrt ist bei der Fichte auch der Anteil toten Holzes am Gesamtvorrat der Baumart am höchsten (23%). Der geringe durchschnittliche Zersetzungsgrad macht deutlich, daß sich der Bannwald noch in einer frühen Phase der Totholzanreicherung befindet. Die derzeitige Verjüngungssituation weist eine Entmischungstendenz auf. Auch an der Verjüngungssituation weist eine Entmischungstendenz auf. Auch an der Verjüngung hat die Fichte die höchsten Anteile. Ihr gelingt es bislang als einziger Baumart, dem verbißgefährdeten Bereich zu entwachsen. Die Buche liegt weit unter ihrem Anteil im Altbestand und die Tanne kommt nur noch als Keimling in geringer Anzahl vor. Ein Vergleich der Aufnahmen auf der alten Bannwaldfläche von 108ha mit einer Grundaufnahme aus dem Jahr 1982, die in einem anderen weniger dichten Stichprobennetz vorgenommen wurde und nur den stehenden Bestand des damaligen Bannwaldes erfaßte, zeigt einen Rückgang des Gesamtvorrates, wobei einer Verringerung des lebenden Vorrats um etwa 80 fm/ha eine etwas geringere Erhöhung des stehenden Totholzes gegenübersteht. Verjüngungsaufnahmen aus den Jahren 1982, 1990 und 1996 unterscheiden sich in ihrer Methodik. Sie zeigen, daß die von den jeweiligen Stichproben erfaßten Gesamtindividuenzahlen und auch die Baumartenanteile starken Schwankungen unterworfen sind. Die Forstliche Grundaufnahme wurde auch in einem nahegelegenen Wirtschaftswald mit ähnlicher Bestandesstruktur und vergleichbaren standörtlichen Bedingungen durchgeführt. Der lebende Bestand hat mit 378 fm/ha einen geringeren Vorrat als der Bannwald. Der Anteil der Fichte ist höher (88%). Der Totholzvorrat beträgt 13 fm/ha, wovon zwei Drittel auf das liegende Totholz entfallen. Das stehende wie auch das liegende Totholz ist deutlich schwaächer als im Bannwald. Das Verjüngungsaufkommen ist im Wirtschaftswald höher als im Bannwald, was sowohl auf Unterschiede in der Bestandesstruktur als auch auf künstliche Verjüngung zurückzuführen ist. Der Fichtenanteil an der Verjüngung liegt unter dem im Bestand, der von Bergahorn und Vogelbeere deutlich darüber.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
10001867N2354MonographieVerfügbar