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  • Titel
    Stoffeintrag und Stoffhaushalt
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Hann. Münden
  • Erscheinungsjahr
    1991
  • Seiten
    S. 13-19
  • Illustrationen
    1 Abb., 1 Tab., 6 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    11970
  • Datensatznummer
    98417
  • Quelle
  • Abstract
    In dem untersuchten Buchenwaldoekosystem der Fallstudie Zierenberg zeigt sich gegenwaertig eine Phase der beginnenden Stickstoffsaettigung. Neben Boden und Bestand als langfristige oekosystemare Speicher fuer Stickstoff sind die temporaeren Speicher Bodenvegetation (mannshohe Brennessel) und interner Kreislauf (Kronendachanreicherung) zu erkennen. Die Austraege von Nitrat sind noch vergleichsweise gering. Das Buchenwaldoekosystem der Fallstudie Zierenberg befindet sich daher noch im Rahmen seiner Elastizitaet. Es gibt jedoch Anzeichen, die oekosystemar auf ein ausgepraegtes Schwingen um das Fliessgleichgewicht und darueber hinaus auf eine beginnende Phase eines instabilen Zustandes hinweisen. Die Speicherkapazitaet des Waldoekosystems fuer Stickstoff erscheint nach den vorliegenden Messergebnissen erschoepft. Wenn das System aber weiterhin durch hohe Stickstoffeintraege sowie kuenftig noch verstaerkten Humusvorratsabbau belastet wird, so ist mit einem Anstieg der Nitrataustraege zu rechnen. In derartig instabilen Oekosystemzustaenden koennen auch Temperatur- und Niederschlagsschwankungen, Versauerungsschuebe oder Aenderungen in der Bestandesstruktur sowie andere aeussere Einfluesse ansteigende NO3-Austraege beguenstigen. Da hohe Nitrataustraege stets mit Naehrstoffverlusten aus dem Waldoekosystem verbunden sind, ist dies der Anfang einer gerichteten Oekosystemveraenderung. Es ist daher von grossem Interesse, die weitere Entwicklung des Systems zu verfolgen.