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  • Titel
    Untersuchungen über die Geschichte der Entstehung des Ödlandes und der Wiederaufforstung in der Zentraleifel : Dissertation
  • Verfasser
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Hann. Münden
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1962
  • Seiten
    119 S.
  • Illustrationen
    52 Lit. Ang.
  • Material
    Monographie
  • Standardsignatur
    9642
  • Datensatznummer
    98408
  • Abstract
    Bis zum 9. Jahrhundert bildete die zentrale Eifel noch ein fast geschlossenes Waldgebiet mit nur wenigen Siedlungsstellen. Die danach beginnenden Roodungen erschlossen zunächst die großen Waldflächen. Vom 12. bis zum 19. Jahrhundert traten durch die gelegentlich zu weit getriebenen unproduktioen Rodungen und Bevölkerungsbewegungen Rückschläge auf, die sich in Orts- und Flurwüstungen auswirkten. Es entstanden Öllandflächen auf Böden, die eine gewisse zeit landwirtschaftlich genutzt worden waren. Seit dem 14. Jahrhundert ist dann in der Schiffelkultur eine für die Hocheifel typische landwirtschaftliche Zwischennutzung auf den Ödländern nachzuweisen, die zusammen mit der gleichzeitig einsetzenden starken Vermehrung der Schafzucht, die besonders in diesem Gebiet zu belegen ist, die Voraussetzung dafür bot, daß die Heideflächen sich nicht ihrer natürlichen Sukzessionsrichtung folgend, allmählich wieder mit Wald bestocken konnten. Somit findet die Entstehung der großen Ödlandflächen ihren Ursprung in der Zeit des ausgehenden Mittelalters auf aufgegebenen landwirtschaftlichen Nutzflächen. In der Neuzeit erfuhr diese Ödland eine starke Vermehrung, nun aber aus der Verlichtung und Verwüstung von Waldflächen. Die Untersuchungen erwiesen, daß bis zum 19. Jahrhundert die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse im hiesigen Gebiet immer wieder die Voraussetzung für eine zunehmende Waldverwüstung boten. Insbesondere seit dem 17. Jahrhundert traten keine Ruhepausen ein, die bei den langen Produktionszeiträumen zu einer Regenerierung des Waldbestandes hätten führen können. Dabei folgten die Übernutzung oft auch die Überweidung, die Streunutzung, der Plaggenhieb und sogar die Schiffelung. Alle diese Faktoren tragen die Tendenz zur Ödlandbildung aus den devastierten Waldungen in sich und haben dazu beigetragen, im Laufe der Zeit die Ödlandflächen zu vergrößern. Der Vorgang der Verödung ist dabei vielfältig, unmittelbar ist sie wohl selten aufgetreten, sondern meist ist eine allmähliche Ausbildung der Waldweide und ihr Übergang in offene Heideflächen anzunehmen. Dabei haben die verschiedenen Faktoren verschiedene Anteile, die sich aber meist summieren.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
100190209642MonographieVerfügbar