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  • Titel
    Die Folgekosten von Waldschäden : Bewertungsansätze fuer die volkswirtschaftlichen Auswirkungen bei einer Beeinträchtigung der Schutzfunktion von Gebirgswäldern
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Zürich
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1989
  • Seiten
    339 S.
  • Illustrationen
    52 Abb., 86 Tab., 3 Anh., zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    11969
  • Datensatznummer
    98251
  • Quelle
  • Abstract
    Sofern sich der Waldzustand als Folge der Luftverunreinigungen zusehends verschlechtert, bedeutet dies fuer den Grossteil alpiner Gebirgstaeler ein kaum tragbares Gefahrenpotential in Form von Lawinen, Wildbaechen, Erosion, Hangrutschen und Steinschlaegen. Demgegenueber werden konsequente Luftreinhaltevorschriften gerne mit dem Argument abglehnt, sie seien wirtschaftlich nicht tragbar und daher unverhaeltnismaessig. Allzu haeufig wird dabei vergessen, dass nur schon ein partielle Zerstoerung unserer Gebirgswaelder grosse volkswirtschaftliche Verluste mit sich bringen wuerde. Allerdings gibt es vorlaeufig nur wenige Untersuchungen, welche die moeglichen Folgekosten des ,Waldsterbens' empirisch zu schaetzen versuchen und sich mit verschiedenen Bewertungsmethoden auseinandersetzen. Die vorliegende Arbeit moechte daher diese Luecke schliessen helfen. In einem ersten Teil werden verschiedene Methoden, welche fuer das oeffentliche Gut 'Schutzleistungen der Gebirgswaelder' einen Schattenpreis suchen und welche die durch Waldschaeden verursachten Kosten schaetzen, vorges stellt und anschliessend auf ihre Eignung hin ueberprueft. Ansaetze, welche sich an den Bewirtschaftungskosten orientieren, vermoegen den Nutzen der Schutzleistungen fuer die Bergbevoelkerung nicht zu wiederspiegeln. Demgegenueber waeren Zahlungs- oder Akzeptanzbereitschaftsanalysen theoretisch geeignete Konzepte, scheitern aber an den Schwierigkeiten der befragten Personen, sich ueber den in Geldeinheiten gemessenen Wert von Schutzleistungen Groessenvorstellungen zu machen. Als Bewertungsmethode eignet sich vielmehr die Berechnung der Kosten fuer Massnahmen, mit denen nach Waldzerstoerungen die heutige Gefahrensituation wiederhergestellt werden koennte, oder die Schaetzung der Schadenskosten im Falle eines Verzichts auf Gegenmassnahmen. Der Finazbedarf fuer technische oder waldbauliche Massnahmen zur Wiederherstellung der heutigen Risikosituation kann mit Hilfe der in dieser Arbeit ausgewerteten Kostenansaetze fuer die vom Bund subventionierten Ersatzanalagen erfolgen. Fuer die Schaetzung der Schadenkosten ist es zweckmaesig, mit einer Risikoanalyse vorzugehen, welche die Wirkungskette zwischen den Waldschaeden und den monetaeren Verlusten in fuenf Teilschritte unterteilt. In der Eintritts- und Wirkungsanalyse wird untersucht, unter welchen Bedingungen - insbesondere bei welchen Vegetationsformen - verschiedenartige Naturgefahren entstehen koennen und wie sich diese raeumlich ausbreiten. Die Expositionsanalyse prueft, welche und wie haeufig Personen oder Objekte von den Elementarereignisse betroffen werden. In der Wirkungsanalyse werden die Konsequenzen der Schadereignisse untersucht und im letzten Teilschritt mit Geldeinheiten bewertet. Als Resultat wird jeweils ein Erwartungswert fuer die Risikozunahme gegenueber heute berechnet. Allerdings kommt es haeufig guenstiger, ........