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  • Titel
    Zusammenhaenge zwischen Kenndaten zur Charakterisierung des Waldzustandes auf vier Dauerbeobachtungsflaechen
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1997
  • Seiten
    37 S.
  • Illustrationen
    18 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    11920
  • Datensatznummer
    97840
  • Quelle
  • Abstract
    Auf vier Dauerbeobachtungsflaechen in Vorarlberg (Schlins, Hohenems, Jungholz und Mittelberg) wurde umfangreiches Datenmaterial zum Waldzustand erfasst. Auf jedem Standort wurden 18 vorherrschende und herrschende Fichten (Picea abies, Karst.) der Kronenzustandsklassen 1, 2 und 3 (sechs Fichten je Kronenzustandsklasse und Standort), entsprechend den UN-ECE-Kriterien, ausgewaehlt und von diesen 72 Fichten Naehrstoffgehalte der ein- und zweijaehrigen Nadeln, absolute und relative Zuwachswerte und Nadelmassenparameter erhoben. Die herangezogenen Daten beziehen sich durchwegs auf das Jahr 1988, bei den Parametern Zuwachs und Kronenverlichtung zusaetzlich auf das Jahr 1987. Die Daten wurden mittels statistischer Methoden auf Zusammenhaenge bzw. Gruppenunterschiede geprueft und die Ergebnisse im Kontext mit der oekologischen und bodenchemischen Beurteilung der vier Standorte (Schwarzl P Weiss, 1996) interpretiert. Es konnten zahlreiche statistisch absicherbare Ergebnisse gefunden werden, die teilweise kausal erklaerbar sind. - Die relativen Volumszuwaechse sind bei allen vier Standorten zusammen um so hoeher, je hoeher die Magnesiumgehalte zweijaehriger Nadeln sind. - Bei der standortspezifischen Betrachtung koennen auf drei der vier Versuchsflaechen positive Beziehungen zwischen den Stickstoffgehalten zweijaehriger Nadeln und den absoluten Volumszuwaechsen der entsprechenden Fichten festgestellt werden. Dieser Zusammenhang duerfte ganz allgemein in der Rolle des Stickstoffs als Wachstumselement fuer Pflanzen begruendet sein. - Die Calcium-Nadlegehalte stehen mehrfach in negativem Zusammenhang mit Zuwachskennzahlen. Calcium stellt moeglicherweise bei hohem Zuwachsniveau - verbunden mit gutem Kronenzustand - bei Ueberangebot dieses Naehrelementes einen limitierenden Faktor fuer den Zuwachs dar. Dies ist insofern von Bedeutung, als die Beurteilung ausreichender Ernaehrung mittels Richtwerten fuer dieses Element als auch der Bereich harmonischer Ernaehrung (N/Ca-Quotienten) noch nicht hinlaenglich abgeklaert ist. - Fichten mit keinen oder kaum feststellbaren Nadleverlusten aller vier Versuchsflaechen haben signifikant hoehere Mg- Gehalte sowie signifikant geringere N/Mg-Verhaeltnisse in zweijaehrigen Nadeln als solche mit starken Kronenverlichtungen. Da nur einzelne der vier Standorte eine ungenuegende Mg-Ausstattung und eine kritische Versauerung im Boden aufweisen, wird vermutet, dass direkt schaedigende Einfluesse auf die Blattorgane durch Schadstoffbelastungen und/oder individuelle Versorgungsprobleme durch beispielsweise Wurzelschaeden oder Trockenheit, als Ursache fuer verminderte Mg-Gehalte in den Nadeln und Kronenverlichtungen in Frage kommen. Es wurde gezeigt, dass auch Naehrstoffimbalancen aufgrund von Stickstoffeintraegen als eine Ursache fuer dieses Ergebnis in Betracht zu ziehen sind. - Die Verhaeltnisse N/Mg in den Nadeln auf zwei stark versauerten und an basischen Kationen verarmten Standorten korrelieren straff positiv mit den Nadelmassen je Kreisflaeche in Brusthoehe und je Splintflaeche in Brusthoehe. Die Auswertung der spezifischen Gegebenheiten dieser beiden, inb bezug auf Stickstoff- und Magnesium-Nadelgehalte sehr unterschiedlichen Standorte zeigen, dass dem Stickstoff-Nadelgehalt eher ein limitierender Einfluss auf die Groesse der relativen Nadelmassen zukommt als dem Magnesiumgehalt. Allerdings lassen sich diese Zusammenhaenge nur mit dem Parameter N/Mg beschreiben und nicht mit den Stickstoffgehalten alleine. - Baeume mit geringeren Nadelgehalten an Kalium auf einem stark versauerten Standort mit entsprechend geringer Kaliumverfuegbarkeit weisen geringere Volumszuwaechse und relative Nadelmassen auf. - Aus den Untersuchungen geht hervor, dass die Gehalte zweijaehriger Nadeln oft aussagekraeftiger sind als jene einjaehriger Nadeln. Weiters stehen Naehrstoffverhaeltnisse (z.B. N/Mg) oft in strafferem Zusammenhang mit Zuwachs- und Nadelmassenkennzahlen als die Reinelementgehalte alleine. - Statistisch ab..
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
141611611920ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar