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  • Titel
    Ziele, Probleme und Strategien von Nationalparken : Ergebnisse einer internationalen Umfrage
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1996
  • Seiten
    80 S.
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    11920
  • Datensatznummer
    97762
  • Quelle
  • Abstract
    Der vorliegende Bericht des Umweltbundesamtes gibt einen Ueberblick ueber die Ergebnisse einer internationalen Umfrage zum Thema Nationalparkplanung und Nationalparkmanagement. Grundlage der Studie bildet eine weltweit durchgefuehrte Fragebogenaktion. Im Rahmen dieser Umfrage wurden 550 Frageboegen an die jeweils zustaendige nationale Verwaltungseinheit versandt. Die Frageboegen gliederten sich in mehrere Abschnitte: - Allgemeine Daten (Adresse, Ansprechpartner, Groesse, IUCN-Kategorie etc.) - Nationalparkentwicklung - Schutzziele und Schutzmanagement - Verwaltung - Historische und aktuelle Nutzung - Nutzungskonflikte und Loesungsstrategien. Mehr als 200 Rueckmeldungen langten ein; davon waren 163 Frageboegen auswertbar. Die Auswertung der Frageboegen ergab unter anderem, dass die Einrichtung von Nationalparken weltweit grosse Zeitspannen in Anspruch nimmt. So dauerte die Nationalparkeinrichtung bei einem Drittel der erfassten Nationalparke mehr als 20 Jahre. Viele Parke gingen aus anderen Schutzgebietskategorien (Wildreservat, Waldschutzgebiet) hervor. Die Konfliktintensitaeten waehrend der Einrichtungsphase werden ebenfalls von mehr als einem Drittel der antwortenden Parke als "hoch" eingestuft. Die Einrichtung der Nationalparke erfolgte in der Regel mittels Rechtsakt. Vertragsnaturschutz und Grundkauf spielen lediglich in europaeischen Parken eine groessere Rolle. Der Grossteil der Nationalparke gibt es prioritaeres Schutzziel die Sicherung der biologischen Vielfalt an. In den Parken durchgefuehrte Managementmassnahmen dienen der Bestandsregulierung ausgewaehlter Arten, der Erhaltung von Sukzessionsstadien oder auch dem Ausgleich anthropogener Eingriffe der Vergangenheit. In 95% aller Nationalparke sind Monitoring-Systeme eingerichtet oder geplant. Die Verwaltung der Nationalparke erfolgt beinahe ausschliesslich durch oeffentlich-rechtliche Einrichtungen, deren Struktur, Mitarbeiterzahlen und Budgetaufwendungen stark variieren. Auch die Besucherzahlen sind sehr unterschiedlich (drei Besucher bis 22 Millionen Besucher pro Jahr). Der ueberwiegende Teil der Nationalparke erwartet ein Ansteigen der Besucherzahlen und versucht Beeintraechtigungen des Schutzgebietes durch eine Lenkung der Besucher zu vermeiden. Die Besucherstromlenkung erfolgt am haeufigsten durch ein Zutrittsverbot von Teilbereichen der Nationalparke. In 96% der erfassten Nationalparke gab es vor der nationalparkeinrichtung verschiedene Formen der Landnutzung. Jagd und Fischerei fanden in drei Vierteln, Land- und Forstwirtschaft in der Haelfte der Parke statt. Die Nutzungen sind historisch weit zurueck belegt und waren von unterschiedlicher Intensitaet. Ein Zusammenhang zwischen der historischen Nutzung und der Zuordnung zu den Schutzgebietskategorien der IUCN (Internationale Union zum Schutz der Natur) laesst sich nicht feststellen. Auch aktuell finden in den Nationalparken Nutzungen in verschiedenster Intensitaet statt. Die Nutzungen fuehren im Hinblick auf die Nationalparkziele in den meisten Parken auch zu Konflikten. Die Verwaltungen versuchen eine Loesung dieser Konflikte vielfach durch intensive Zusammenarbeit mit den Nutzern zu erreichen. Eine vergleichende Auswertung europaeischer und aussereuropaeischer Nationalparke zeigt bei einigen Aspekten signifikante Unterschiede. So nimmt beispielsweise die Einrichtung von Nationalparken in Europa deutlich laengere Zeitraeume in Anspruch als im aussereuropaeischen Raum und die Besucherzahlen sind in den europaeischen Parken deutlich hoeher. Auch bei den Problemen zeigen sich Unterschiede; von europaeischen Nationalparken wurden vor allem die (Nicht-) Akzeptanz vor Ort und der Besucherdruck als vorrangige Probleme genannt, die aussereuropaeischen Nationalparke sehen sich staerker mit Problemen in den Bereichen Verwaltung, Wissenschaft und Finanzierung konfrontiert. Fuer die Bewertung und Interpretation der Ergebnisse aus oesterreichischer Sicht wurde die Meinung heimischer Nationalparkexperten eingeh...
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
141795011920ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar