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  • Titel
    Schwermetalle in Boeden im Raum Arnoldstein
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Seiten
    155 S.
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    11920
  • Datensatznummer
    97448
  • Quelle
  • Abstract
    Am Standort Arnoldstein reicht die industrielle Entwicklung bis in das 15. Jahrhundert zurueck, haben doch die Fugger bereits 1495 an der Gailitz einen Schmelzofen errichtet. Dort wurden die in Kaernten gewonnenen Gold-, Silber- , Kupfer- und Bleierze geschmolzen. Im Zuge der Gruendung der Bleiberger Bergwerks Union (BBU) im Jahr 1867 und Uebernahme verschiedener Produktionsstaetten sowie des Schrotturmes wurde in Arnoldstein eine Bleihuette errichtet, die 1882 in Betrieb ging. Seit 1906 uebernahm diese die Verhuetung des Bleierzes von Bleiberg. Viele Jahre hindurch hat die BBU ihre industriellen Aktivitaeten sehr stark erweitert und mehrere Tochtergesellschaften in verschiedenen Technologiebereichen gegruendet. Durch die strukturellen Veraenderungen - vornehmlich die Liquidation der Bleiberger Bergwerks Union seit 10.1.1992 - wurden einige dieser Betriebe ausgegliedert bzw. privatisiert. Die Produktionsbetriebe, die seinerzeit von der BBU gegruendet wurden, praegen auch heute noch die Region. Dass die Produktionsanlagen fuer die hohen Schwefeldioxid- und Staubbelastungen sowie die Belastung durch Schwermetallniederschlag verantwortlich zeichnen, ist bereits seit langem bekannt. Die Staub- und Schwermetallemissionen werden einerseits aus Prozessanlagen in Form von Punktquellen freigesetzt, charakteristisch fuer einen Huettenbetrieb ist jedoch auch das Vorhandensein einer Reihe diffuser Staubquellen. Die Gesamtemissionen an Luftschadstoffen der Betriebsanlagen des Standortes Arnoldstein in den Jahren 1989 bis 1992 sind in der folgenden Abbildung dargestellt. Untersuchungsprogramm und Ergebnisse. Eine stichprobenartige Erhebung ueber die Belastung von Boeden und Gemuesepflanzen in privaten Gaerten im Auftrag des Amtes der Kaerntner Landesregierung, die 1990 an der Universitaet fuer Bodenkultur durchgefuehrt wurde, zeigte hohe Belastungen an Zink, Cadmium, Blei und z.T. auch an Kupfer. Fuer eine detaillierte Aussage ueber eventuell notwendige Sanierungs- bzw. Vorsorgemassnahmen war aber eine flaechendeckende Untersuchung sowohl der Gartenboeden als auch der Spiel- und Sportplatzboeden auf Schwermetalle notwendig. Dieses Untersuchungsprogramm wurde im Jahr 1991 vom Umweltbundesamt durchgefuehrt. Zusaetzlich wurden auch Boeden in umliegenden Ortschaften (Agoritschach, Seltschach, Poeckau, Stossau, Draschitz, Hohenthurn) in die Untersuchungen miteinbezogen. Zur Charakterisierung der Boeden wurden neben den chemischen und physikalischen Parametern die Problemmetalle Zink, Cadmium, Blei und Kupfer untersucht. In einigen ausgewaehlten Proben wurden auch Arsen und Dioxine bestimmt. Von den Ergebnissen der Schwermetallanalysen auf die Parameter Zink, Cadmium, Blei und Kupfer von Garten-, Spiel- und Sportplatzboeden des zentralen Untersuchungsgebietes, das sich zwischen 320 und 1.600m Entfernung vom Werksschlot befindet, sind in der folgenden Tabelle ...
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
141797811920ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar