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  • Titel
    Landschaftserhebung Thayatal : Geplanter Nationalpark und Umland unter besonderer Beruecksichtigung der Wiesen und Trockenrasen
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1992
  • Seiten
    58 S.
  • Illustrationen
    14 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    11920
  • Datensatznummer
    97345
  • Quelle
  • Abstract
    Im Rahmen der Vorarbeiten zur Errichtung des grenzueberschreitenden (CSFR/Oe) Nationalparks Thayatal werden derzeit Erhebungen ueber die naturraeumliche Ausstattung des Gebietes und notwendige Massnahmen zur Umsetzung der Schutzziele durchgefuehrt. Eine im Auftrag des Bundesministeriums fuer Umwelt, Jugend und Familie und der NOe Landesregierung erstellte "Machbarkeitsstudie Nationalpark Thayatal" soll unter anderem darueber Auskunft geben. Im Zuge dieser Vorarbeiten hat das Umweltbundesamt die Bearbeitung jener Teilbereiche uebernommen, die von der Machbarkeitsstudie nicht abgedeckt werden, wohl aber in diese integriert werden koennen. Dabei handelt es sich im wesentlichen um die Bearbeitung der waldfreien Flaechen (Wiesen, Trockenrasen) sowie eine Kartierung des Nationalpark-Umlandes. Von den 29 untersuchten Wiesen, die sich grossteils entlang der Thaya und Fugnitz erstrecken, werden 20 Wiesenflaechen noch bewirtschaftet. 4 Wiesen an der Thaya, 5 Wiesen an der Fugnitz sowie einige wenige kleinere im Untersuchungsgebiet verstreut liegende Wiesen werden nicht mehr genutzt. Je nach Dauer der Brache reichen die Sukzessionsstadien von Reitgras dominierten Flaechen ueber bereits stark verbuschte Bereich bis zu Schwarzerlen-Bruchwald. Leider wurden einige nicht mehr genutzte Wiesen mit Fichten aufgeforstet, darunter auch die zu den oekologisch wertvollsten Wiesen an der Thaya zaehlende Feuchtwiese am Langen Grund oberhalb von Hardegg. Der Grossteil der von den Bauern der Gemeinde Hardegg extensiv bewirtschafteten Wiesen ist jedoch gut erhalten und bereichert entscheidend die eindrucksvolle Flusslandschaft. Die Weiterfuehrung der Nutzung sollte daher bei den noch bestehenden Wiesen angestrebt werden. Aus der Sicht des Naturschutzes repraesentieren sie besonders wervolle und erhaltenswerte Bereiche, da - extensiv bewirtschaftete Wiesen diser Art in ganz Mitteleuropa schon sehr selten sind und einen wichtigen Teilbereich einer aussterbenden Kulturlandschaft darstellen - hier eine Reihe gefaehrdeter Tier- und Pflanzenarten Lebensraum finden, den ihnen weder Wald noch intensiv genutzte Kulturlandschaft bieten koennen - eine Aufgabe des Nationalparks darin besteht, den Besuchern in der Begegnung mit Natur gezieltes Wissen ueber den Naturraum zu vermitteln. Dazu koennen in dem flaechenmaessig von Wald dominierten Gebiet die Wiesen als offene Bereiche einen wesentlichen Beitrag leisten. Nationalparkkonforme Bewirtschaftung. Die Nutzung der Wiesen erfolgt fast ausschliesslich zur Heugewinnung. Derzeit werden die Flaechen zweimal im Jahr gemaeht und fallweise mit Mineralduenger geduengt und gekalkt. Eine dem Grundgedanken des nationalparks angepasste Bewirtschaftung ist in jedem Fall eine sehr extensive Bewirtschaftung, daher sollte in Zukunft auf die Duengung verzichtet werden. Das Naehrstoffniveau des Bodens ist fuer den Artenreichtum von entscheidend...
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
141623711920ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar