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  • Titel
    Greifvögel in Österreich : Bestand-Bedrohung-Gesetz
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1991
  • Seiten
    128 S.
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    11920
  • Datensatznummer
    97319
  • Quelle
  • Abstract
    Mit der Greifvogelstudie liegt erstmals fuer Oesterreich eine umfassende Situationsanalyse fuer eine bedrohte Artengruppe vor. Neben Oekologie, Bestandesentwicklung und Artenverbreitung wird der gesetzliche Schutz und die Verfolgung durch den Menschen untersucht. Greifvoegel (Falconiformes) beanspruchen als Endglieder der Nahrungskette ausgedehnte, mit spezifischen Ressourcen ausgestattete Lebensraeume. Auf Lebensraumveraenderungen und - belastungen reagieren sie ausgesprochen sensibel. Aus diesem Grund werden Greifvoegel immer haeufiger als Indikatoren fuer die (relative) Intaktheit unserer Umwelt herangezogen. Gerade Greifvoegel sind deshalb auch auf internationaler Ebene im Zentrum vieler Schutzbemuehungen. In Oesterreich wurde diese Artengruppe bis heute verhaeltnismaessig wenig beruecksichtigt. Der nun vorliegende Bericht umfasst insbesondere die Bereich Bestandesentwicklung, Gefaehrdungsgrad der einzelnen Arten sowie die gesetzliche und internationale Situation. Im faunistischen Teil wird fuer jede noch heute bruetende Greifvogelart deren Verbreitung, Siedlungsdichte, Bestandsentwicklung und -groesse, der Status innerhalb der Roten Liste und das jahreszeitliche Auftreten dokumentiert. Ergaenzt wird jedes Artkapitel durch eine Beschreibung des Lebensraumes und der Nahrungswahl. Die Vielzahl verschiedener Oekosysteme auf engem Raum und das Zusammentreffen mehrerer "biologischer Arealgrenzen" sind die Hauptursachen fuer die ehemals grosse Anzahl bruetender Greifvogelarten in Oesterreich. Beherbergte unser Bundesgebiet im 19. Jahrhundert noch 24 bruetende Arten, so haben nur noch 14 davon bis in die Gegenwart ueberdauert. Folgende 14 Greifvogelarten zählen noch heute zur Brutvogelfauna Österreichs: Wespenbussard (Pernis apivorus), Schwarzmilan (Milvus migrans), Rotmilan (Milvus), Rohrweihe (Cicus aeroginosus), Wiesenweihe (Circus pygargus), Sperber (Accipiter nisus) , Habicht (Accipiter gentilis), Maeusebussard (Buteo buteo), Steinadler (Aquila chrysaetos), Turmfalke (Falco tinnunculus), Baumfalke (Falco subbuteo), Sakerfalke (Falco cherrug), Wanderfalke (Falco peregrinus); seit 1980 der Gaensegeier (Gyps fulvus), die Voegel entstammen einer freifliegenden Gruppe des Salzburger Tiergartens Hellbrunn. Der Maeusebussard ist die haeufigste Greifvogelart, gefolgt von Turmfalke und Sperber. Insgesamt sind jedoch 8 der 14 Arten akut gefaehrdet. Besonders geringe Bestaende, weniger als 15 Paare, weisen der Rotmilan, die Wiesenweihe und der Sakerfalke auf. Seit dem vorigen Jahrhundert verschwanden 12 Greifvogelarten: Fischadler (Pandion haliaetus), Seeadler (Haliaeetus albicilla), Bartgeier (Gypaetus barbatus), Moenchsgeier (Aegypius monachus), Schlangenadler (Circaetus gallicus), Kornweihe (Circus cvaneus), Steppenweihe (Circus macrourus), Schreiadler (Aquila pomarina), Kaiseradler (Aquila heliaca), Zwergadler (Hieraaetus pennatus), Roetelfalke..
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
141799111920ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar