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  • Titel
    Jahresbericht 1994
  • Körperschaft
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Seiten
    103 S.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    11292
  • Datensatznummer
    95041
  • Quelle
  • Abstract
    Das Aufgabenspektrum der Bayerischen Staatsforstverwaltung umfasst die Bewirtschaftung und Verwaltung des Staatswaldes, die Foerderung des Privat- und Koerperschaftswaldes sowie hoheitliche Aufgaben. Gemessen am Aufwand dominiert die Staatswaldbewirtschaftung. Durch weitere Rationalisierungsbemuehungen, z.B. durch naturnahe Waldbewirtschaftung, soll der bisherige Trend fortgesetzt werden und der Anteil der Staatswaldbewirtschaftung am Gesamtaufwand sinken. Waldflaechen - Die Waldflaeche Bayerns nahm 1994 um 2 222ha zu. Im Vergleich zu 1993 ist der Waldflaechenzuwachs in etwa gleichgeblieben. Damit nahm die Waldflaeche insgesamt jedoch nur um 0,1% zu. Mit einem Bewaldungsanteil von rd. 36% liegt Bayern nach wie vor hinter Hessen, Rheinland-Pfalz und baden- Wuerttemberg. Eine weitere Waldmehrung ist sowohl zur Entlastung der Agrarmaerkte als auch aus landeskulturellen Gruenden sinnvoll. Erstaufforstungen sind v.a. in waldarmen Gebieten erwuenscht. Erfreulich ist, dass 1994 erstmals in allen Regionen Bayerns mehr Wald aufgeforstet als gerodet wurde. Gefaehrdung des Waldes - 1994 hat sich der Kronenzustand der Waldbaeume gegenueber dem guenstigeren Vorjahresergebnis deutlich verschlechtert. Mit eine wesentliche Ursache war wohl der trocken heisse Jahrhundertsommer. Damit ist der Waldzustand seit 1991 - vernachlaessigt man die z.T. witterungsbedingten jaehrlichen Schwankungen - im wesentlichen unveraendert. Von den rd. 44 000ha vom Schwammspinner befallenen Eichenwaeldern in Nordbayern mussten, um groessere Schaeden zu vermeiden, rd. 14 400ha i.d.R. mit dem Haeutungshemmstoff Dimilin gegen die Raupen dieses Schmetterlings behandelt werden. Nach der Fassperiode 1994 ist die Massenvermehrung des Schwammspinners grossflaechig zusammengebrochen. Der Umfang der vom Borkenkaefer an Fichte verursachten Schaeden ging gegenueber dem Vorjahr erheblich zurueck. Die Schadensschwerpunkte lagen wieder in den fichtenreichen Gebieten Suedbayerns. Wohlfahrtsleistung - Die Zahl der Naturwaldreservate wurde 1994 auf 149 erhoeht. Zudem wurden die Kernzonen einiger Naturwaldreservaten erweitert. Deren Gesamtflaeche der Naturwaldreservate betraegt nun 6 388ha, das sind rund 1% der Holzbodenflaeche der Bayer. Staatsforstverwaltung. In den Nationalparken und Naturschutzgebieten, den "strengen" Schutzkategorien nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz, liegt der Anteil des Waldes mit 59% bzw. 57% deutlich ueber dem durchschnittlichen Waldanteil in Bayern von 36%. Ein Hinweis, dass sich erhebliche Teile des Waldes in Bayern durch besondere Naturnaehe auszeichnen. Insgesamt entfallen knapp 10% der Holzbodenflaeche der Bayerischen Staatsforstverwaltung auf Nationalparke, Naturschutzgebiete und Naturwaldreservate. 1994 wendete die Bayerische Staatsforstverwaltung 15 Mio. DM auf, um die beiden Nationalparke zielgerecht weiterzuentwickeln. Fuer Sanierungsmassnahmen im Rahmen des Schutzwaldsanierungsprogramms wurden 1994 rd. 6 Mio. DM investiert; davon entfielen auf Massnahmen im Privat- und Koerperschaftswald rd. 1 Mio. DM und auf Massnahmen im Staatswald rd. 5 Mio. DM. Allein zur Foerderung der Erholung im Staatswald (ausser Nationalparke) und fuer Massnahmen im Rahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege wendete die Bayerische Staatsforstverwaltung rd. 6 Mio. DM auf; zusammen mit dem geschaetzten Verwaltungsaufwand ergibt sich eine Summe von rd. 9 Mio. DM fuer diesen Bereich. Massnahmen zugunsten des Arten- und Biotopschutzes, die derzeit nicht direkt monetaer erfasst sind (z.B. Beteiligung seltener Baum- und Straucharten, Belassen von lebendem und totem Starkholz im Wald), verursachen zusaetzlich nach vorsichtigen Schaetzungen allein im Staatswald einen Aufwand von ca. 15 Mio. DM. Foerderung des Privat- und Koerperschaftswaldes - Die Foerderbetraege (ohne Personalkosten) fuer den Privatwald betrugen 1994 insgesamt 54.7 Mio. DM (=41 DM/ha) und fuer den Koerperschaftswald 18,1 Mio. DM (=54 DM/ha). Ueber ein Viertel der Waldbesitzer ist derzeit i..