Titel
Spezielle hydrologische Probleme im Forststrassenbau : Dissertation
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1992
Seiten
243 S.
Illustrationen
75 Lit. Ang.
Material
Monographie
Standardsignatur
13562
Datensatznummer
94144
Abstract
Im Zuge des Forststrassenbaues treten stets Fragen auf, die direkt oder indirekt in Beziehung zu den hydrologischen Verhältnissen des Erschliessungsgebietes stehen. Einerseits sind dies jene nach einer optimalen Bauausführung und Gestaltung des Strassenkörpers, die das Ausmass und somit die Kosten der in den Jahren nach Fertigstellung der Strasse durch Erosion bedingten Instandhaltungsmassnahmen betreffen, und andererseits sind es Fragen einer unschädlichen Ableitung der auf respektive entlang von Forststrassen anfallenden Niederschlagswaesser, um die Erfordernis von Instandsetzungsmassnahmen zu unterbinden bzw. jedwede Art von Erosion zu minimieren. In den ersten Abschnitten der vorliegenden Arbeit werden die das Ausmass von Erosionserscheinungen an respektive durch Forststrassen bestimmenden Grössen, deren Kenntnis Voraussetzung für Massnahmen der Erosionsminderung ist, erörtert. Tabellen, aus Literaturangaben verschiedener Autoren zusammengestellt, geben Auskunft über die Grössenordnung der Feststoffverluste von Fahrbahnoberflächen, Anschnittsböschungs- bzw. Dammschüttungsflächen. Als Berechnungsverfahren zur Abschätzung der Hochwasserabflüsse kleiner Einzugsgebiete und somit zur Erörterung der Frage nach den abzuleitenden Wassermengen wird die "Laufzeitmethode" beschrieben, die die Grundlage des Berechnungsvorschlages zur Durchlassdimensionierung darstellt. Um ein derartiges Berechnungsverfahren zu verifizieren bzw. gegebenenfalls zu falsifizieren bedarf es Messungen vor Ort, weshalb eine transportable Messeinrichtung zur simultanen Erfassung des Niederschlages und Abflusses entwickelt und gebaut wurde. Die praktischen und theoretischen Überlegungen, die dieser Messeinrichtung zugrunde liegen, sind ausführlich behandelt. Die Bestimmung von Koeffizienten, die Eingangsgrössen des Berechnungsverfahrens "Laufzeitmethode" sind, ist Gegenstand des Unterabschnittes über künstliche Beregnungen. Abgesehen von der Erörterung der grundsätzlichen Problematik von Beregnungsversuchen wird die verwendete transportable Beregnungsanlage näher beschrieben und deren Vorzüge dargestellt. Aufbauend auf den Messergebnissen der Niederschlag - Abfluss - Ereignisse der beiden Untersuchungsstandorte Schwarzwasser- und Koppensteinstrasse (FVW Mondsee, ÖBF) wird die Frage der Notwendigkeit von Durchlässen bzw. deren Dimenionierung für diese Standorte erörtert. Der erarbeitete Berechnungsvorschlag zur Dimensionierung von Durchlässen, sofern diese nicht der Querung von Fliessgewässern dienen, bildet den Abschluss der vorliegenden Arbeit und soll die bestehende Lücke in der den forstlichen Strassenbau betreffenden Literatur hinsichtlich einer schadlosen Niederschlagswasserableitung schliessen. Zu diesem Zwecke ist der allgemeine Ablauf des Berechnungsverfahrens ausführlich erläutert und die auf diesem aufbauenden Tabellen sollen die Abschätzung der Grössenordnung der abzuleitenden Wassermengen bei unterschiedlichen das Einzugsgebiet bestimmenden Grössen ermöglichen.