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  • Titel
    Forstschutz-Ueberblick 1991
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Birmensdorf
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1992
  • Seiten
    23 S.
  • Illustrationen
    9 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    13291
  • Datensatznummer
    93285
  • Quelle
  • Abstract
    Das gegenwaertig akuteste und bedeutendste Forstschutzproblem ist sicher die Belastung des Waldes durch den Rothirsch, die Gemse und das Reh. Das Wild verhindert mit seinen hohen Bestaenden weitgehend eine stetige, kleinflaechige Verjuengung mit standortsgemaessen Baumarten. So ist die Verjuengung von Bergahorn, Esche, Vogelbeere oder Weisstanne im natuerlichen Verbreitungsgebiet dieser Baumarten ohne aufwendige Schutzmassnahmen stark erschwert, zum Teil sogar verunmoeglicht. Zaeune und Schutzkoerbe koennen zudem in den Bergregionen wegen den dort herrschenden Schneebewegungen und Bodenverhaeltnissen kaum verwendet werden. Die Auswirkungen der anhaltenden Wildschadenbelastung nehmen seit drei Jahrzehnten zu. Zahlreiche einzelne Gutachten und Erhebungen der Kantone weisen auf diesen Umstand hin. Eine mit einheitlichen Aufnahmekriterien erarbeitete Uebersicht ueber das Ausmass von Wildschaeden in der Schweiz bot bisher das Schweizerische Landesforstinventar. 1991 war bereits der dritte aufeinanderfolgende Sommer mit ueberdurchschnittlich warmer und trockener Witterung zu verzeichnen. Fuer viele Waldinsekten lagen damit optimale Lebensbedingungen vor. In den Sturmschadengebieten fanden sich zudem fuer die holz- und rindenbruetenden Insekten zahlreiche geschwaechte Baeume. Der Phytosanitaere Beobachtungs- und Meldedienst PBMD der Eidgenoessischen Forschungsanstalt fuer Wald, Schnee und Landschaft WSL in Birmensdorf registriert denn auch einen markanten Anstieg der durch Borkenkaefer verursachten Zwangsnutzungen. Waehrend in der Schweiz die kaeferbedingten Zwangsnutzungen an Fichtenholz fuer 1990 noch rund 60'000 Kubikmeter ausmachten, betrugen sie 1991 schaetzungsweise 140'000 Kubikmeter. 1991 hat die Zahl der neu entstandenen Kaefer-Befallsherde erstmals seit dem Erhebungsbeginn im Jahre 1984 wieder zugenommen. Wenn der Fruehling nicht ausgesprochen kuehl und regnerisch werden sollte, muss fuer 1992 mit einer weiteren Zunahme der Zwangsnutzungen gerechnet werden. Jene Gebiete, in denen die Raupennester des Pinienprozessionsspinners auffaellig in Erscheinung treten, haben sich seit 1989 stetig ausgedehnt. Dies ist namentlich in den Niederungen der Alpensuedseite, im Genferseegebiet und im Haupttal des Wallis' zu beobachten. Die Raupen dieser Schmetterlingsart spinnen ihre ungefaehr faustgrossen silbergrauen Nester in die Foehrenkronen. Die feinen Gifthaare der Raupen fuehren beim Menschen oft zu starken Hautreizungen und zu Reizungen der Augen und der Atemwege. Dies kann in Gaerten und in Erholungswaeldern zu Belaestigungen fuehren. Die Ausbreitung des Pinienprozessionsspinners steht in engem Zusammenhang mit dem lokalen Witterungsverlauf der letzten Jahre. In kalten Wintern erfriert normalerweise der groesste Teil der Raupen. Aus forstlicher Sicht sind keinerlei Massnahmen zur Bekaempfung noetig, denn die befallenen Foehren gehen nur in Ausn...
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
1202834MonographieVerfügbar