Titel
Grundlagen für die Berücksichtigung der gesellschaftlichen Ansprüche an den Gebirgswald im Rahmen der Forsteinrichtung dargestellt am Beispiel der Forstbetriebe Praden und Celerina
Verfasser
Verlag
Erscheinungsjahr
1993
Seiten
193 S.
Illustrationen
101 Lit. Ang.
Material
Monographie
Standardsignatur
13256
Datensatznummer
93082
Quelle
Abstract
Die Forsteinrichtung hat wesentlich dazu beigetragen, dass die anfangs dieses Jahrhunderts festgelegten forstpolitischen Ziele erreicht werden konnten. Heute hingegen wird ihr Nutzen immer mehr in Frage gestellt, da sich die Randbedingungen und die Anforderungen an die Forsteinrichtung in den letzten Jahren stark geaendert haben. Das allgemeine Ziel der Arbeit besteht darin, eine praktisch anwendbare Methode fuer die forstliche Planung im Gebirge zu erarbeiten. Dabei werden vor allem die systematischen Zusammenhaenge zwischen den einzelnen Planungsebenen, den Planungsbereichen und den Planungszeitraeumen dargestellt. Im speziellen wird untersucht: - wie die Ziele festgelegt und dargestellt werden koennen, - welche Bereichsplanungen im Gebirgswald benoetigt werden, und welches die Ziele und Inhalte dieser Bereichsplanungen sind, - welche Kontrollinformationen fuer eine umfassende Sicherung der Nachhaltigkeit benoetigt werden, - welche Informationen die Forsteinrichtung fuer die Betriesfuehrung im Gebirge zur Verfuegung stellen muss, und wie diese erhoben werden koennen. Methodisch wird anhand der ermittelten theoretischen und praktischen Anforderungen an die Forsteinrichtung und mit Hilfe der Systemtheorie ein Modell entworfen und dessen wichtigste Bereiche an konkreten Beispielen ueberprueft. Die Ergebnisse fuehren zum konkreten Forsteinrichtungskonzept fuer den Kanton Graubuenden. Das Modell sieht grundsaetzlich eine Trennung vor zwischen einer ueberbetrieblichen, regionalen und einer betrieblichen, eigentuemerbezogenen Forsteinrichtung. Innerhalb dieser wird weiter unterschieden in ein Ziel-, ein Massnahmenplanungs-, ein Konroll- und ein Informationssystem. Im ueberbetrieblichen Zielsetzungsprozess werden die Ansprueche der Oeffentlichkeit erfasst, Konflikte ermittelt und bearbeitet sowie die Verbindung zur Raumplanung hergestellt. Als Ergebnis wird festgehalten, welche Leistungen der Wald wo erbringen soll, und wie der Wald aussehen muss, um diese Leistungen erbringen zu koennen. Die Ergebnisse des Zielsetzungsprozesses sind entweder ueber die Instrumente der Raumplanung (Richt- und Nutzungsplan), einen behoerdenverbindlichen regionalen Waldplan oder einen forstlichen Betriebsplan umzusetzen. Die ueberbetrieblichen ziele bilden den Rahmen fuer das betriebliche Zielsystem, innerhalb dem der Eigentuemer und seine Mitarbeiter dann die betrieblichen Ziele festlegen koennen. In der ueberbetrieblichen Massnahmenplanung werden im wesentlichen nur die Strategien fuer die Erreichung der festgelegten Ziele bestimmt. Fuer diejenigen Waldflaechen, welche aufgrund der Zielsetzung eine besondere Massnahmenplanung benoetigen (=Funktionseinheiten), werden die Massnahmen hingegen naeher konkretisiert, um spaetere Konflikte bei der Umsetzung der Planung zu vermeiden. Die Konkretisierung der uebrigen Massnahmen geschieht erst in der betrieblichen Massnah...