- TitelDie Vegetation des Höllengebirges
- Verfasser
- ErscheinungsortLinz
- Verlag
- Erscheinungsjahr1994
- Seiten169 S.
- Illustrationenzahlr. Lit. Ang.
- MaterialBandaufführung
- Standardsignatur10627
- Datensatznummer91921
- Quelle
- AbstractDas Untersuchungsgebiet besteht aus dem gesamten Höllengebirge zwischen Attersee und Trauntal. Die Südgrenze ist durch die Strasse durch das Weissenbachtal vorgegeben. Die Nordgrenze verläuft über das Langbathtal zum Lueg und weiter über die Grossalmstrasse zum Attersee. Landwirtschaftlich genutzte Flächen wurden bei der Untersuchung und Kartierung ausgenommen. Im wesentlichen wurden Waldgesellschaften der montanen und subalpinen Stufe, sowie die Krummholzregion und alpine Rasen in der subalpinen-alpinen Stufe erfasst. Geologisch besteht das Höllengebirge vor allem aus Wettersteinkalk, der in seinen südlichen Anteilen oft stark dolomitisiert ist. Im Bereich der Langbathseen und des Trauntales gibt es auch grosse Hauptdolomitanteile. Der nördlich angrenzenden Flysches ist häufig durch Moränen bedeckt. Morphologisch ist der Naturraum durch eine typische Karstlandschaft gekennzeichnet. Die Flanken des Gebirges sind durch die Tätigkeit eiszeitlicher Gletscher geformt (Lahngänge, Kare). Es herrscht das typische Klima im Randstau der Nordalpen. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt 1911 mm/J. Mehr als 50% des Gesamtniederschlages fallen in der Hauptvegetationszeit. Am Plateau liegt ungefähr 200 Tage im Jahr eine mindestens 1cm mächtige Schneedecke. Windstärken bis zum 9. Grad treten mehrmals im Jahr auf und beeinflussen die Vegetation in ausgesetzten Lagen. Der vorherrschende Bodentyp ist die Rendsina in allen ihren Entwicklungsstufen. Auf Graten und Kuppen kommt es zur Ausbildung von Tangelhumus. Im Bereich des Flysches, bzw. der Moränen können sich auch Braunerden entwickeln. Am Plateau findet man, als Relikte, auch Braunerden ueber Kalkstein (Kalksteinbraunlehm). Moor- und Auböden sind nur lokal ausgebildet. Die Artenspektrum ist durch einen starken subozeanischen Einfluss im montanen Bereich gekennzeichnet. Einige Arten erreichen im Bereich der Traunlinie ihre westliche Ausbreitungsgrenze (z.B. Euphorbia austriaca), andere ihre östliche (z.B. Aposeris foetida). Einige Arten wurden nur einmal im Untersuchungsgebiet angetroffen und scheinen z.T. nicht in den Aufnahmen auf (u.a.: Allium victorialis am Alberfeldkogel, Salix herbacaea in der Höllkogelgrube, Thlaspi rotundifolium bei der Riederhuette, Pedicularis rostrato-spicata am Steinkogel, Danthonia decumbens am Butterriedel, Helictotrichon parlatorei am Grünalmkogel, Senecio subalpinum am Pletschenanger, Narcissus poeticus agg. am Pletschenanger, Malaxis monophyllos im Gsoll, Gentiana nivalis am Feuerkogel) . Die beschriebenen Pflanzengesellschaften passen weitgehend in die bereits gesicherte pflanzensoziologische Systematik, wo bei sich durch edaphische oder klimatische Einflüsse eigene Varianten ergeben. Die meisten alpinen Gesellschaften sind, bedingt durch die geringe Höhe des Höllengebirges, nur unvollständig ausgebildet.
- Schlagwörter
- Klassifikation
| Exemplarnummer | Signatur | Leihkategorie | Filiale | Leihstatus |
|---|---|---|---|---|
| 1417303 | 10627 | Zeitschrift | Institut für Waldökologie und Boden | Ausgeliehen |
Hierarchie-Browser
