Titel
Die Waldgesellschaften des Salzburger Untersberg-Gebietes zwischen Koenigsseeache und Saalach
Verfasser
Erscheinungsort
Linz
Erscheinungsjahr
1989
Seiten
144 S.
Illustrationen
7 Tab., 1 Anh., zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
10627
Datensatznummer
91864
Quelle
Abstract
Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich ueber den Salzburger Anteil des Untersberges und die noerdlich vorgelagerte Huegelzone zwischen Glanegg, Grossgmain und Kaeferheim-Wals, wodurch Waldgesellschaften von der Submontan- bis zur Subalpin-Stufe erfasst werden konnten. Geologisch wird der eigentliche Untersberg-Stock ueberwiegend von Dachsteinkalk und Ramsaudolomit aufgebaut, waehrend in dem Huegelland eozaene Mergel, Sandsteine und Konglomerate sowie Gosau-Mergel der Glanegger Schichten vorherrschen, die weithin von Moraenenmaterial ueberdeckt sind. Das Klima ist vor allem durch die hohen Niederschlaege im Randstau der Alpen gepraegt, wobei am Untersberg-Plateau mind. 40% der Jahresniederschlaege als Schnee fallen und die Niederschlagsmenge mit ueber 2200 mm im Jahresmittel zu veranschlagen sein duerfte. In der Huegelzone liegt ein buntes Mosaik unterschiedlicher Bodenbildungen vor, das von Grauen Auboeden ueber L- Braunerden bis zum Typischen Gley reicht. Am Untersberg-Nordhang sind Rendzinen aller Entwicklungsstufen anzutreffen: besonders an Kanten- und Kuppenlagen kommt es zur Anhaeufung von Tangelhumusdecken, die vonder subalpinen bis weit in die montane Stufe herabreichen. Mit Carex pilosa, Festuca amethystina, Achnatherum calamagrostis u.a. konnten einige Arten erstmals fuer das Untersuchungsgebiet nachgewiesen werden. Weiters wurde die Verbreitung und Haeufigkeit von Ilex aquifolium, Staphylea pinnata, Saxifrage burseriana, Cyclamen purpurascens und einer Reihe weiterer Pflanzen erfasst woei auf die extreme Gefaehrdung von Gladiolus paluster, Linum viscosum etc. aufmerksam gemacht. Eine ausfuehrliche Darstellung der floristischen Verhaeltnisse des Untersuchungsgebietes ist in Arbeit. Waldgeschichtlich faellt besonders das inzwischen schon mehrfach nachgewiesene sehr fruehe Vorkommen von Picea abies im Spaetglacial auf. Aufgrund forstlicher Massnahmen wird auch derzeit der Grossteilder Waldflaeche von Fichtenbestaenden eingenommen. Haeufig nur noch in Resten konnten naturnahe Waldgesellschaften aus den Klassen der Salicetea purpureae, Querco-Fagetea, Erico-Pinetea und Vaccinio-Piceetea zusammen mit den grossflaechig vorhandenen Ersatzgesellschaften der Fichtenforste erfasst werden. Wie aus den 7 Vegetationstabellen ersichtlich, wurde auch versucht, die Verzahnung der Waldgesellschaften mit den zahlreichen Uebergangssituationen einigermassen darzustellen. Erstmals werden dabei der den Salzburger Raum Oekologie und Aufbau der Berberidion ansatzweise geschildert sowie die lokale Stellung des Carpinetum und Carici-Fagetum diskutiert. Die auffallend tiefliegende Waldgrenze am Nordabfall des Untersberges wird ebenfalls eroertert. Zusaetzlich wird noch eine Auswahl von zumeist nur punktuell auftretenden und haeufig ranglosen Pflanzengemeinschaften an Sonderstandorten angefuehrt, wobei die Verbreitung und Soziologie von Taxus baccata, .......