Titel
Die Flora der Umgebung von Hinterstoder mit Einschluss der Prielgruppe (Oberoesterreich)
Verfasser
Erscheinungsort
Linz
Erscheinungsjahr
1989
Seiten
156 S.
Illustrationen
7 Abb., 5 Tab., 70 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
10627
Datensatznummer
91858
Quelle
Abstract
Die Flora der Umgebung von Hinterstoder umfasst 858 rezent bekannte, d.h. nach 1945 festgestellte Arten (Unterarten nicht mitgerechnet), und zwar in den Quadranten 8250/3, 8250/4, 8350/1, 8350/2 und teilweise in 8350/4. Davon konnten 830 Angaben nach eigenen Beobachtungen genannt werden, weitere 28 Arten sowie ergaenzende Fundorte wurden aus anderen neueren Quellen zitiert. Ausserdem wurde versucht, alte Angaben nach dem vorliegenden Herbarmaterial kritisch zu ueberpruefen und auszuwerten; die bisher unbestaetigten Angaben moegen als Anregung zu weiteren Nachforschungen dienen. Einige bemerkenswerte Arten konnten im Vergleich zu bisherigen Literatur- und Kartierungsdaten im Gebiet neu festgestellt (*) oder bestaetigt werden: Senecio alpinus *, Achnatherum calamagrostis * als vorwiegend weiter westlich verbreitete Arten; zahlreiche Nordostalpen-Endemiten wie z.B. Dianthus alpinus, Achillea clusiana, Draba stellata, Papaver burseri, Callianthemum anemonoides, Pulmonaria kerneri sowie disjunkt verbreitete Arten mit Teilarealen in den Nordostalpen wie z.B. Trisetum alpestre *, Linum viscosum *, Asplenium seelosii; teilweise erreichen diese Arten im Toten Gebirge ihre westlichen Verbreitungsgrenzen. In einigen Faellen bleibt offen, ob die Ostgrenze mancher westlicher Vikarianten im Gebiet verlaeuft (vgl. etwa Draba tomentosa, Papaver sendtneri). Vorwiegend in tieferen Lagen, im Alpenvorland und ausseralpin verbreitet sind xerotherme Arten wie Trifolium ochroleucon *, Lembotropis nigricans, Genista pilosa oder als Feuchtwiesenart Ophioglossum vulgatum *; ebenso sind ausgesprochen hochalpine, vorwiegend in den Zentralalpen verbreitete Arten wie Cerastium uniflorum, Salix serpillifolia, Sesleria ovata im Gebiet zu finden. Als seltene, vorwiegend kalkalpine Arten waeren etwa Nigritella widderi *, Bupleurum longifolium *, Coronilla vaginalis *, Orchis pallens * zu nennen. Im Vergleich zu Lokalfloren benachbarter Gebiete wie z.B. von Bad Aussee (Rechinger, 1965), Windischgarsten (Lurz, 1980), Irdning und Liezen (Maurer, 1978) fehlen dem Gebiet vor allem Arten der Hochmoore und teilweise auch der Feuchtwiesen, da aufgrund der Bodenverhaeltnisse weitgehend die Standorte fehlen (vgl. Kap. IV A, II). Auch die Zahl der anthropochoren Arten ist im Vergleich zu den oben genannten, teilweise dichter besiedelten und besser erschlossenen Gebieten (Bahnlinien!) eher gering (vgl. Kap. IV A 2, 7); es wurden 12 eingebuergerte sowie 12 unbestaendige oder allgemein synanthrope Neophyten festgestellt. 19 Arten sind im Gebiet gefaehrdet; 11 grossraeumig gefaehrdete Arten (solche mit fraglichen Vorkommen nicht eingerechnet) konnten um Hinterstoder nicht bestaetigt werden, 3 davon gelten in ganz Oberoesterreich als ausgestorben. Insgesamt soll diese Arbeit nicht nur die Flora von Hinterstoder im rahmen von Geologie, Klima und Vegetation dokumentieren, sondern auch ......