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  • Titel
    Waldbau in der Schweiz : Ergebnisse einer forstlichen Studienreise
  • Verfasser
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1953
  • Seiten
    96 S.
  • Illustrationen
    3 Lit. Ang.
  • Material
    Monographie
  • Standardsignatur
    4632; Trk-A162
  • Datensatznummer
    91621
  • Quelle
  • Abstract
    Die weitgehende Abkehr vom Altersklassenwald und von der Kahlschlagwirtschaft führte in der Schweiz im Wege jahrzehntelanger naturgemäßer Waldbautechnik zur erheblichen Steigerung der stehenden Holzvorrräte und der Hiebsätze (im Kanton Graubünden stieg z.B. der jährliche Hiebsatz in der Zeit von 1880 bis 1951 um über 86 %, wobei die derzeitigen durchschnittlichen Zuwächse je Hektar mit 5 - 6 fm, in besten Lagen mit bis zu 8 fm angegeben werden. Dieser wirtschaftliche Erfolg und die Tatsache, daß in der Schweiz auf 82 % der gesamten Waldfläche seit 1902 gesetzliches Kahlschlagverbot besteht, beweisen, daß die Anwendung einer naturgemäßen Waldbautechnik auch im Gebirgswald möglich ist. Mit dem Begriff "naturgemäße Waldbautechnik" ist kein starres waldbauliches System gemeint, sondern ein Waldbau, der sich den örtlichen biologischen Produktionsgrundlagen der Waldwirtschaft möglichst anpaßt. In der Schweiz kann man je nach den örtlichen Gegebenheiten, im besonderen je nach Eigenart und Zustand von Waldbestand und Waldboden sowie je nach Höhenlage, Neigungsgrad und Neigungsrichtung des Standortes usw. den verschiedensten Kombinationen und Übergängen zwischen plenterartiger, femelartiger oder saumartiger Vorgangsweise begegnen, wobei in jedem Falle die Herausarbeitung eines großflächenweisen Altersklassenwaldes grundsätzlich vermieden wird. Prof. Leibundgut sagt wörtlich: "Es ist kein starres Schlagverfahren und keine theoretisch ausgeklügelte Betriebsart vorgesehen". - Im allgemeinen herrscht beim Tannen-Buchen-Wald das Plenterprinzip, beim Lichtbaum-Schattbaum-Mischwald und bei kranken Fichtenbeständen die femelartige Vorgangsweise (verfeinerter schweizerischer Femelschlagbetrieb) und bei bereits stärkeren Hangneigungen und in stark windausgesetzten Lagen eine saumartige Bewirtschaftung vor, wobei in der Regel die verschiedensten Kombinationen und Übergänge schon auf kleiner Fläche in Erscheinung treten.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
100164154632MonographieZentraleVerfügbar
1403265Trk-A162MonographieFAST TraunkirchenVerfügbar