Titel
Vermarktungskonzept fuer Tannenholz
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1995
Seiten
67 S.
Illustrationen
18 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
10347
Datensatznummer
91617
Quelle
Abstract
Tannenholz-Marktanalyse - Der durchschnittliche Tannenholzeinschlag in Oesterreich betrug in den Jahren 1986 bis 1990 823.000 Efm pro Jahr. Davon sind rund 684.000 fm Saegerundholz, der Rest besteht aus Schwachnutz- und Brennholz. - 85% der Forstleute sprechen der Baumart Tanne eine grosse oekologische Bedeutung zu. Dagegen teilen nur 44% der Holzverarbeiter diese Einschaetzung. - 71% der Waldbesitzer verkaufen ihr Tannenblochholz immer gemeinsam mit Fichte, nur 4% immer getrennt von Fichte. Reines Tannenholz ist am Markt daher nur schwer zu bekommen. - Mehr als 80% der Weiterverarbeiter begruenden eine Trennung der Tanne von Fichte beim Einkauf mit getrennter Weiterverarbeitung von Tannenholz und leiten diesen Wunsch an die Verkaeufer weiter, denn 58% der getrennt vermarktenden Anbieter fuehren als Grund fuer die Trennung den Abnehmerwunsch an. - 86% der Forstleute bewerten das Image von Tannenholz schlechter als jenes von Fichtenholz. Dagegen aeussern nur 72% der Kaeuferseite dieselbe Meinung. - Tannenholz hat im Gegensatz zur Fichte keine Harzgallen. Immerhin 33% der Forstleute und 9% der Holzweiterverarbeiter sind sich dieses Unterschiedes zum Fichtenholz nicht bewusst. - Eigenschaften des Tannenholzes, die als negativ empfunden werden, haben mehr Gewicht fuer die Image-Einschaetzung als seine positiven Eigenschaften. Das gilt fuer Forstleute in staerkerem Masse als fuer die Weiterverarbeiter. Diese ueberwiegend negative Einschaetzung ergibt sich aus der Tatsache, dass bisher der gemeinsame Einsatz von Tannen- und Fichtenholz dominiert hat und Tannenholz kaum spezifisch, gemaess seiner technischen Eigenschaften eingesetzt worden ist. Tannenholz-Vermarktungskonzept- Empfehlungen. - Lieferfaehigkeit von Tannenholz sicherstellen durch getrennte Vermarktung von Tannenrundholz schon durch den Waldbesitzer. - Oeffentlichkeitsarbeit ueber die oekologische Bedeutung der Baumart Tanne und ueber das Profil des Tannenholzes. Staerken und Schwaechen objektiv darstellen. - Pilotprojekte, um Moeglichkeiten des optimalen Einsatzes von Tannenholz verschiedener Qualitaet aufzuzeigen. Ein erstes Pilotprojekt ist zur Zeit in Reith bei Kitzbuehel in Form einer Reithalle aus Tannenholz in Planung. - Lobbying fuer die Baum- und Holzart Tanne unter Waldbesitzern und Forstleuten, Jaegern und Naturschuetzern, Holzverarbeitern, Baumeistern und Architekten. Weiterfuehrung des "Runden Tisches - Tanne". - Zusammenarbeit aller Institutionen, die fuer die Foerderung der Baumart Tanne und den Einsatz von Tanneholz taetig sind.