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  • Titel
    Untersuchungen über die Ermittlung von Bestandesmassen in den Fichtenbeständen der Harzer Mittelgebirgslagen : Dissertation
  • Verfasser
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Hann. Münden
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1959
  • Seiten
    165 S.
  • Illustrationen
    76 Lit. Ang.
  • Material
    Monographie
  • Standardsignatur
    10140
  • Datensatznummer
    89015
  • Abstract
    1) Auf 50 Probeflächen mit insges. 12,16 ha und 4524 Stämmen hat der Verfasser verschiedene Massenermittlungsverfahren durchgeführt und die Ergebnisse verglichen, um festzustellen, ob das in Niedersachsen eingeführte Verfahren der Massenermittlung mittels Formhöhenreihen auch in Harzer Mittelgebirgslagen vertretbare und statistisch gesicherte Ergebnisse erwarten läßt. 2) Dabei wurde festgestellt, daß entgegen der Annahme, im Zuge der Betriebsregelung würden zu hohe Massen ermittelt, bei der Aufnahme stehender Bestände im Harz eine Unterbewertung von 8 - 10 % eintritt. 3) Zur Erhärtung dieses Ergebnisses wurden die auf jeder Probefläche zur Höhenermittlung gemessenen Kreisflächenzentralstämme als Sonderkollektive aufgenommen, wobei sich die erwarteten gleichen Resultate ergaben. 4) Bei einer Berechnung der gleichen Massen mit Hilfe der Krenn'schen Tarife ergab sich, daß das Tarifverfahren Ergebnisse liefert, die den Ergebnissen der revierüblichen Aufarbeitung um rd 5 % besser angepaßt sind als die mittels Formhöhenreihen ermittelten Bestandesmassen. 5) Mit Hilfe der Kreisflächenzentralstämme wurde nachgewiesen, daß die in den Formhöhenreihen enthaltenen Einheitshöhenkurven in Harzer Mittelgebirgslagen von den individuellen Höhenkurven grundsätzlich abweichen und daß ihre Verwendung der Massenbewegung einen systematischen Fehler von 4,4 % verleiht. 6) Es wurde nachgewiesen, daß die Streuung der aus den Absolutsektionen abgeleiteten Formzahlen die Streuung der Massentafel-Formzahlen um das 2 bis 10fache übertrifft, und daß mit mindestens dreimal größeren mittl. Fehlern der Einzelformzahl und der Beobachtungsreihe zu rechnen ist, als dies in den Massentafelformzahlen zum Ausdruck kommt. 7) An Hand der Auswertung von 460 unechten Ausbauchungsreihen wurden 3 Hauptbereiche nachgewiesen, in denen die Stammform der Harzer Fichten von der den Massentafeln zugrundeliegenden Normalform abweicht: a) der Bereich der Schälschäden zwischen 1 und 3 m des unteren Stammteils, b) der Bereich der Kronenschädigung durch Schnee- und Windwurf, vornehmlich an über 80 j. Stämmen und von einer mittl. Höhe von 25 m an, c) der Bereich übernormaler Abholzigkeit im oberen Stammteil, vornehmlich an jüngeren Stämmen unter 80 Jahren ohne sichtliche Schneebruchschäden. 8) Für die Messung des Brusthöhendurchmessers bei 1,6 m Höhe wurde festgestellt, wie hoch der zahlenmäßige Einfluß dieser Maßnahme gegenüber der Messung bei 1,3 m Höhe ist, und das Ergebnis in Form einer Funktionsleiter sowie graphisch dargestellt. 9) Einige bei der Untersuchung zutragegetretenen Zusammenhänge, für die eine Gesetzmäßigkeit vorzuliegen schien, wurde mit Hilfe ihrer linearen Regressionen untersucht, wobei die Überzufälligkeit durch straff gesicherte Korrelationskoeffizienten nachgewiesen werden konnte. Es waren dies die Beziehung zwischen Rotfäulebefall und Höhenlage, sowie die Beziehung zwischen Leistungsklasse und Abnahme des Stammzahlprozents. 10) Sämtliche zahlenmäßige Ergebnisse sind aus Mittelwerten hervorgegangen, für die die quadaratischen Abweichungen, die mittl. Fehler der Einzelbeobachtung und der Beobachtungsreihe und die Sicherungswerte festgestellt wurden. 11) Aus den Ergebnissen zieht der Verfasser insbesondere folgende Schlüsse: a) Es erscheint zweckmäßig, das Verfahren der Massenberechnung in den Harzer Mittelgebirgslagen auf die Anwendung der Krenn'schen Tarife umzustellen. b) Sofern dies geschieht, ist es zweckmäßig, zur Messung des Brusthöhendurchmessers bei 1,3 m Höhe zurückzukehren. c) Aus der verfahrensmäßig erwünschten Wiedereinführung der Kluppung bei 1,3 m Höhe erwächst die Notwendigkeit, einen Reduktionsfaktor für die Kreisfläche einzuführen, der anzuwenden ist, wenn die Bestandeskreisfläche der Berechnung des Bestockungsgrades dient. Der Verfasser hat dazu eine gleitende Skala für eine prozentuale Herabsetzung der Bestandeskreisfläche berechnet. d) Es erscheint notwendig, die Höhenmessung zu intensivieren und das Verfahren vor systematischen Fehlerquellen zu bewahren. Der Verfasser gibt dazu verschiedene Anregungen. e) Gestützt auf die Veröffentlichungen von Hohenadl, Krenn, Prodan und Dittmar empfiehlt der Verfasser die Aufstellung von Massentafeln, die nach Formkategorien geordnet sind.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
1001162110140MonographieVerfügbar