- TitelDer naturgemässe Wirtschaftswald als Idee und Waldgesinnung
- Verfasser
- ErscheinungsortWien
- Verlag
- Erscheinungsjahr1952
- Seiten135 S.
- Illustrationenzahlr. Lit. Ang.
- MaterialMonographie
- Standardsignatur6007; 4795; I-6007
- Datensatznummer88474
- AbstractUm alle Zweifel auszuschließen, seien jetzt noch einmal alle Vorstellungen und Begriffe, Zielsetzung und Wege zusammengefaßt, welche mit dem Ideenkreis der naturgemäßen Waldwirtschaft verbunden sind. Die naturgemäße Waldwirtschaft ist keine neue Betriebsform oder Betriebsart, sie ist ein Programm, ein Ideenkreis. Die naturgemäße Waldwirtschaft löst sich bewußt los von den bisherigen Auffassungen, Vorstellungen und Begriffen, wie sich der schlagweise Hochwald mit seinen Betriebssystemen gezeigt hat. Die naturgemäße Waldwirtschaft verlangt oder bevorzugt grundsätzlich keine bestimmte Betriebsform. Sie verlangt allerdings, daß jede Kahllegung des Bodens vermieden wird, daß die Nachhaltigkeit des Waldwesens erhalten bleibt, daß die Lebensgemeinschaft Wald in ihrem natürlichen Gefüge gewahrt wird und daß alle Wirtschaftsmaßnahmen darauf abgestellt sind, das natürliche Waldgefüge zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Das bedeutet einen vollkommenen Bruch mit der alten Schule und erfordert eine völlige Revolutionierung des Denkens. Die Vorstellungswelt und die Begriffe der Alterklassen- und Bestandeswirtschaft sind gänzlich überholt, und Begriffe, wie Umtriebszeit, Hiebsreife ganzer Bestände, Hiebsfolge, Vor- und Endnutzung, Alterklassenverhältnis haben jede Bedeutung verloren. Nicht mehr der Bestand ist das Wirtschaftsobjekt, sondern der einzelne Stamm. Über Ziel und Aufbau des naturgemäßen Wirtschaftswaldes hat Krutzsch folgende Definition gegeben: "Der Zweck der Waldwirtschaft ist die dem gegebenen Standort entsprechende nachhaltig höchstmögliche - und auch auf der Kleinfläche stetige - Erzeugung hochwertigen Holzes unter Wahrung der Belange der Volks- und Landeskultur. Der Zweck der Waldwirtschaft kann nur erreicht werden im naturgemäßen Wirtschaftswald. Das ist ein horst-, gruppen- und truppweise ungleichaltrig aufgebauter und gemischter Wald aus standortsgemäßen Holzarten und Rassen, dessen Vorrat sich in gütemäßig bester Verfassung und auf günstigster Höhe befindet." Der Weg hiezu führt über eine Grundauffassung vom Wald, die in erster Linie biologisch und erst in zweiter Linie technisch orientiert ist. Eine biologisch richtige Auffassung vom Walde führt auch auf dem besten und kürzesten Wege zum wirtschaftlichen Ziel. Der Primat der räumlichen und zeitlichen Ordnung ist vollkommen beseitigt und es wird dem Ordnungsprinzip lediglich eine dienende Rolle zuerkannt. Die mit dem Vorherrschen des Ordnungsprinzipes verbundenen gewaltigen Zuwachsopfer werden vermieden, weil jedem Einzelstamm die biologischen Voraussetzungen geschaffen werden, die höchste Produktionskraft voll und ganz zu entfalten.
- Schlagwörter
- Klassifikation
| Exemplarnummer | Signatur | Leihkategorie | Filiale | Leihstatus |
|---|---|---|---|---|
| 1415486 | I-6007 | Monographie | Institut für Naturgefahren und Waldgrenzregionen - Innsbruck | Ausgeliehen |
| 1418977 | 4795 | Monographie | Institut für Naturgefahren und Waldgrenzregionen - Innsbruck | Verfügbar |
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