Titel
Schadstoffeinträge in terrestrische Ökosysteme/ Waldschäden als ökologisches Problem und pädagogische Herausforderung
Verfasser
Erscheinungsjahr
1992
Seiten
S. 175-187
Illustrationen
51 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
9630
Datensatznummer
88049
Quelle
Abstract
Die Ausführungen zu dem Thema "Schadstoffeinträge in terrestrische Ökosysteme: Waldschäden als ökologisches Problem und pädagogische Herausforderung" gehen von der These aus, dass eine langfristige Sicherung des Naturhaushaltes an folgende Voraussetzungen geknüpft ist: 1. kybernetische, d.h. hier ökosystemgerechte Betrachtungsweise von Umweltproblemen (Kap.2), 2. interdisziplinär angelegte Umweltforschung als Kombination von flächenhafter Umweltbeobachtung und räumlich konzentrierter Ökosystemforschung (Kap.3), 3. Ausgestaltung der Umweltgesetzgebung und -politik unter Berücksichtigung von (1) und (2) als Rahmen wirtschaftlichen Handelns (Kap.4) sowie 4. Realisierung einer fächer- und disziplinübergreifenden Umweltbildung und -erziehung auf der Grundlage von (1) und (2) (Kap.4). Gemäss dieser These bewegen sich die Darlegungen von (naturwissenschaftlichen) Grundlagen der Ökologie hin zu Aspekten der Umwelterziehung. Bei der Schilderung von Grundlagen der Ökologie wird unter Bezugnahme auf die Thermodynamik die Bedeutung des "vernetzten Denkens" aufgezeigt. Dieser kybernetische Ansatz stellt gleichzeitig das Bindeglied zur Umweltbildung und -erziehung dar. Dieser Beitrag liefert keine umfassende Darlegung von Einzelfakten zur Problematik "Immissionsbelastung und Waldschäden". Es geht aus den genannten Gründen vielmehr um die Darstellung von grundlegenden Prinzipien des Gewinns und der Vermittlung ökologischer Erkenntnisse. Es scheint immer deutlicher zu werden, dass nur ein kynernetische Grundprinzipien berücksichtigender Erkenntnisgewinnungs- und -vermittlungsprozess ein ökosystemgerechtes Verhalten der Menschheit fördern kann. Hierzu wird aus dem Problemfeld "Schadstoffeinträge in terrestrische Ökosysteme" mit den Waldschäden dasjenige Phänomen in den Mittelpunkt der Betrachtungen gestellt, das aus kulturhistorischen und ökologischen Gründen ein besonders grosses Echo in Öffentlichkeit, Wissenschaft und Politik gefunden hat und deshalb vorrangig geeignet erscheint, als ein Beispiel für komplexe ökologische Folgen von Immissionen luftverunreinigender Substanzen zu fungieren. Im Hinblick auf die Immissionen wird das Hauptaugenmerk auf die unter den Sammelbegriffen "Säurebildner" und "Schwermetalle" zusammengefassten anorganischen Schadstoffe gelegt, ohne dass damit behauptet werden soll, dass natürliche Stressoren wie Trockenheit oder Schädlingsbefall auf der einen und organische Schadstoffe auf der anderen Seite ohne Bedeutung wären.