Titel
Die Bedeutung der Fadenpilze als Symbionten der Pflanzen für die Waldkultur
Paralleltitel
The Importance of Filamenteous Fungi as Symbionts of Plants for Sylviculture
Verfasser
Erscheinungsort
Frankfurt am Main
Verlag
Erscheinungsjahr
1954
Seiten
92 S.
Illustrationen
20 Abb., 17 Lit. Ang.
Material
Serie
Standardsignatur
4967; Oss-4
Datensatznummer
87405
Abstract
Die normale Ernährung der Pflanzen erfolgt durch Selbstbereitung ihrer organischen Nahrungsstoffe - der Kohlehydrate als des primären Grundstoffes und der Eiweiße - aus anorganischem Material. Diese anorganischen Ausgangsstoffe sind bekanntlich die Kohlensäure aus der Luft, die Mineralsalze und das Wasser aus dem Boden und als Energiequelle das Sonnenlicht. Die Sonnenenergie wird chemisch gebunden in den Kohlehydraten gleichsam gespeichtert. Die Methode der Selbstherstellung der Kohlehydrate aus Luft, Licht und Boden wird Photosynthese (Assimulation) und der Prozeß dieser Selbsternährung aus anorganischem Material wird Autotrophie genannt. Auf dieser wissenschaftlich exakt bewiesenen Autotrophie hat Justus von Liebig eine neue Pflanzenproduktionslehre begründet und darin behauptet, daß die Autotrophie das ausschließliche Verfahren der Kohlenstoffernährung der Pflanze darstelle. Diese Theorie des großen Chemikers und Physiologen ist jetzt allgemein anerkannt und hat die großen Erfolg der modernen Landwirtschaft gezeigt. Sie hat zweifellos dazu beigetragen, daß in der Mykorrhiza-Forschung ein anderer Weg der Kohlenstoff-Versorgung der Pflanze als der aus der Luft auf dem Wege der Autotrophie nicht in Betracht gezogen wurde.