Titel
Untersuchungen über den Wertzuwachs von Fichten nach Ästungen : Dissertation
Verfasser
Körperschaft
Erscheinungsort
Hann. Münden
Verlag
Erscheinungsjahr
1969
Seiten
127 S.
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Monographie
Standardsignatur
10807; Trk-A224
Datensatznummer
86718
Abstract
Die Ästungsliteratur ist reich an Rentabilitätsmodellen aber arm an Nachkalkulationen. Das Ungewisse der künftigen Erträge hemmt - auch unbewußt - die Investitionsentscheidungen. Um der Ästung einen angemessenen Platz in einer Forstwirtschaft hoher Produktivität zu verschaffen, sind auf experimentellem Wege Daten über den Ertrag von geästetem Holz in Säge- und Furnierwerken gesammelt worden. Als Objekt wurde die Baumart Fichte gewählt. Das geschah einerseits auf Grund ihres relativ homogenen Reifholzes, andererseits wegen ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und weil eingewachsene Äste gerade bei dieser Baumart einen besonders wertmindernden Einfluss auf die Holzqualität haben. Die Ästung war vor 1910 in Deutschland weit verbreitet, stellenweise hatte sie schon den Charakter einer in den Waldbau integrierten Regelmaßnahme. Es geland, eine Reihe in Vergessenheit geratener Bestände in Hessen und Niedersachsen aufzufinden. Für das erkennen geästeter Fichte ist typisch, daß hochangesetzte Quirle in lückenloser Folge einen starken Kontrast zu dem glatten Schaft bilden, der zuweilen noch durch ausgeprägte Überwallungsnarben auffällt. Als Versuchsmaterial für den Einschnitt in Sägewerken wählten wir 140 fm Rundholz in 6 Beständen aus, einschließlich der ungeästeten Kontrollbäume. Für die orientierte Studie bei der Herstellung von Schälfurnieren stand eine Menge von 5 fm geästeter Blöcke zur Verfügung, für Messerfurniere entsprechend 12 fm. Die Schnittholzausbeute ergab gegenüber den Kontrollen und im Vergleich mit anderen Untersuchungen einen hohen Anteil der Güteklassen 0 und 1. Zu 90% bestanden die geästeten Blöcke aus Schreinerware (0 bis 2). Die graphische Darstellung der Ausbeuteanteile weist eine charakteristische Zweigipfeligkeit mit Maxima bei den Güteklassen 0 und 2 auf; der Anteil der wesentlich von Durchfallästen bestimmten Güteklasse 3 ist reduziert.