Titel
Untersuchungen über die Schnittholzqualität von Weisstannen im hinteren bayerischen Wald : Dissertation
Verfasser
Körperschaft
Erscheinungsort
Wolfratshausen
Verlag
Erscheinungsjahr
1971
Seiten
154 S.
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Monographie
Standardsignatur
10785; 8682
Datensatznummer
86651
Abstract
Die Schnittholzqualität von Weißtannenholz wurde an 50 Stämmen aus dem Hinteren Bayerischen Wald untersucht. Die Probebäume entstammten 5 verschiedenen mehr oder weniger weißtannen-reichen Beständen, von denen 4 sog. Glashüttenbestände waren und nach den bestandsgeschichtlichen Unterlagen und den vorgenommenen Altersuntersuchungen aus ziemlich rasch abgelaufenen Dunkelschlagverjüngungen entstanden sind und nur eine gerine Altersabstufung aufweisen. Dies gilt insbesondere für die Abt. Rindelberg im Fo.Amt St. Oswald und für die Abt. Frauenauer Seite im Fo.Amt Klingenbrunn. Ein fünfter Bestand - die Abt. Mierlau im Fo.Amt Zwiesel-West - wies eine plenterartige Struktur auf und wurde auch nach Ausweis der Aktenunterlagen seit langem im Plenterbetrieb bewirtschaftet. Die Untersuchungen betrafen zunächst die an den stehenden und liegenden Probestämmen erkennbaren Merkmale, die möglicherweise eine Anhalt für die Holzqualität bilden konnten, wie Schaftfom, Kronenausmaße, Jahrringbau am Abhieb, Menge und Verteilung von Grün- und Trockenästen und äußerlich sichtbare Holzfehler. Von sämtlichen Stämmen wurde dann ein 18 m langes unteres Stammstück im Sägewerk eingeschnitten, wobei die bestmögliche Ausnutzung und Wertschöpfung angestrebt wurde. Soweit von der Holzgüte her möglich, wurde Blockware hergestellt. Die restlichen Stammabschnitte wurden gemodelt und je nach Dimension in 45 mm-Bohlen und 24 mm-Bretter als Haupterzeugnisse zerlegt. Als Nebenerzeugnis fielen 18 mm starke Seitenbretter an. Die für den Brettereinschnitt kaum mehr geeigneten höheren Schaftteile mit ihrem überwiegend kronenbürtigen Holz blieben unberücksichtigt. Ein Vergleich der Schnittholzqualität der Zopfstücke nach Bauholzgüteklassen erschien wegen der wechselnden Dimension wenig sinnvoll. Das gesamte Schnittholz - insgesamt rund 4000 Schnittstücke - wurde brettweise einer genauen Fehleranalyse unterzogen und dabei festgestellt, welche Merkmale bzw. Holzfehler jeweils für die Einstufung in die einzelnen Schnittholzgüteklassen maßgebend waren.