Titel
Waldschadensbericht '99 : Eiche - Stoffhaushalt Hessischer Wälder - Witterung
Körperschaft
Erscheinungsort
Hann. Münden
Verlag
Erscheinungsjahr
1999
Seiten
31 S.
Illustrationen
16 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
12421
Datensatznummer
86627
Quelle
Abstract
Ein "Grundgesetz" der Forstwirtschaft - das Prinzip Nachhaltigkeit - fordert, dass zukünftigen Generationen Leistungen und Wirkungen des Waldes zur Befriedigung ihrer Wirtschafts-, Lebens- und Umweltansprüche auf gleichem Niveau zur Verfügung stehen wie der heutigen. In diesem Sinne erfordert das Prinzip "Nachhaltigkeit" eine umfassende Dokumentation und Untersuchung sämtlicher Bausteine des Ökosystems Wald, die in Folge von Immissionen und klimatischen Einflüssen gefährdet sein können. Die 16-jährigen Untersuchungen der Waldökosystemstudie Hessen im Auftrag der Hessischen Landesforstverwaltung geben objektive Informationen zum Zustand und zur Veränderung der Wälder in Folge von Immisionseinflüssen und klimatischen Faktoren. Dei wissenschaftliche Informationsgewinnung und objektive Ergebnisdarstellung im Rahmen der Waldökosystemstudie Hessen zeigt deutliche umweltpolitische Erfolge hinsichtlich der Belastung der Wälder. Neben einer Stagnation der Kronenverlichtung zählen hierzu die deutliche Verringerung der Schwefeleinträge, eine erhebliche Reduzierung der Schwermetalleinträge und geringfügige Verbesserungen hinsichtlich der NOx-Konzentration. Trotz dieser hoffnungsvollen Fakten bleibt festzustellen, dass im Vergleich zu 1984 eine deutliche Abweichung des Belaubungszustandes eingetreten ist und die Kennwerte für Ozone, für Stoffeinträge (Beispiel: Stickstoff) und Bodenzustand (Beispiel: Magnesium-Abnahme) vielfach nicht günstig sind. Kritische Entwicklungen sind nach wie vor nicht auszuschließen, Entwarnung kann noch nicht gegeben werden. Nur durch langfristige Messreihen für die Belastungsfaktoren und ihre Wirkungen ist es möglich, dass Messergebnisse und wissenschaftliche Fakten Vermutungen und Spekulationen ersetzen. Wissenschaft und Politik dürfen auf begründete Prognosen nicht verzichten. Was wäre gewesen, wenn die zu Beginn der 80er Jahre extrem hohen Stoff- und Säureeinträge noch bis heute angehalten hätten.