Titel
Kapillarsperren für die Oberflächenabdichtung von Deponien und Altlasten - Bodenphysikalische Grundlagen und Kipprinnenuntersuchungen - : Dissertation, Universität Hamburg. Fachbereich Geowissenschaften
Verfasser
Erscheinungsort
Hamburg
Verlag
Erscheinungsjahr
1999
Seiten
250 S.
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
13207
Datensatznummer
86403
Quelle
Abstract
Kapillarsperren sind aus einer sandigen Kapillarschicht über einem meist kiesigen Kapillarblock aufgebaut. Sie werden in Oberflächenabdichtungssystemen am Hang unter einer Rekultivierungsschicht oder einer Dichtung eingesetzt. Die Schichtgrenze einer Kapillarsperre ist geneigt, so daß Wasser, das in die Kapillarschicht inifltriert, oberhalb der Schichtgrenze im Porenraum der Kapillarschicht ungesättigt lateral zum Hangfuß abfließt und nicht in den groben luftgefüllten Poren des Kapillarblocks versickert. Die Wassermenge, die von einer Kapillarsperre lateral abgeleitet werden kann, ohne daß Wasser in den Kapillarblock fließt, wird als laterale Dränkapazität bezeichnet und üblicherweise auf die Hangbreite normiert in l/(mxd) angegeben. Übersteigt die Versickerungsrate aus den Schichten oberhalb der Kapillarsperre die laterale Dränkapazität, fließt ein Teil des Wassers vertikal in den Kapillarblock. Die Ziele der Untersuchung sind die Beschreibung der Fließvorgänge in einer Kapilarsperre aus gemessenen bodenphysikalischen Größen, die Entwicklung eines Verfahrens zur Bestimmung der lateralen Dränkapazität und die Ermittlung des Zusammenhanges zwischen Materialkombination, lateraler Dränkapazität, Hangneigung, -länge, -form und anderen Randbedingungen.