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  • Titel
    Grüner Bericht 1992 : Bericht über die Lage der österreichischen Landwirtschaft 1992 gemäss § 9 des Landewirtschaftsgesetzes, BGBl. Nr. 375/1992
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Seiten
    230 S.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    9029
  • Datensatznummer
    85215
  • Geschichte
    Früherer Titel: Bericht über die Lage der Österreichischen Landwirtschaft
  • Quelle
  • Abstract
    Waehrend 1992 in den USA eine Konjunkturwende einsetzte, hat sich in Europa die Talfahrt der Industriekonjunktur beschleunigt; auch die starke deutsche Wirtschaft geriet in die Krise. Die oesterreichische Wirtschaft wurde ebenfalls von der Rezession erfasst (Wirtschaftswachstum +1,5%), die guenstige Entwicklung der Bauwirtschaft und im Dienstleistungssektor verhinderten aber eine staerkere Wachstumsverlangsamung. Sowohl Arbeitslosen- (5,9%) als auch Inflationsrate (4,1%) waren in internationaler Sicht unterdurchschnittlich. Die gesamtwirtschaftlichen Verflechtungen des Agrarsektors werden immer staerker. Die Agrarpolitik steht in enger Beziehung zur Wirtschafts-, Regional-, Sozial-, Siedlungs- und Umweltpolitik. Die in der Land- und Forstwirtschaft Berufstaetigen machten nur mehr 5,5% aller Berufstaetigen aus. Der Beitrag der Land- und Forstwirtschaft zum Brutto-Inlandsprodukt betrug lediglich 2,5%. 1992 waren sowohl die Produktion als auch die Wertschoepfung des Agrarsektors unbefriedigend. Duerre, sinkende Agrarpreise und grosse Probleme auf dem Holzmarkt waren die markanten Faktoren fuer die ohnehin durch die Liberalisierung und EG-Anpassung in einer kritischen Umstellungsphase befindliche Landwirtschaft. Die Endproduktion der Lnadwirtschaft (63,2 Mrd.S) nahm gegenueber 1991 um 4,8% ab, jene der Forstwirtschaft (11,8 Mrd.S) um +2,6% zu. Landwirtschaft und Umwelt. Die oekologischen, demographischen (Bevoelkerungsexpansion) und oekonomischen Probleme werden global immer groesser und stehen zueinander in enger Wechselbeziehung. Die dadurch hervorgerufenen Veraenderungen (Klima, Artensterben etc.) und Schaedigungen der Oekosysteme bedingen einen akuten Handlungsbedarf, auch wenn deren Auswirkungen aufgrund der Komplexitaet der Systeme nicht exakt geschaetzt werden koennen. Vor allem die weltweite Verschaerfung der Umweltsituation (Land- und Bodenzerstoerungen, Meeresverschmutzung, "Ozonloch" usw.) fuehrte 1992 zu verstaerkten nationalen und internationalen Anstrengungen auf diesem Gebiet (z.B. UN-Konferenz ueber Umwelt und Entwicklung in Rio). Fuer den anthropogenen Treibhauseffekt und die Ozonzerstoerung liegen die Ursachen vor allem in der Emission von Schadstoffen, wobei fuer den Treibhauseffekt in erster Linie Kohlendioxyd, Methan, Fluorkohlenwasserstoffe, troposphaerisches Ozon Distickstoffoxyd mengen- und wirkungsmaessig die bekanntesten sind. Wirsame Gegenstrategien werden insbesondere durch das niedrige Preisniveau der fossilen Energietraeger behindert. Dadurch erscheint die Anwendung von heimischen nachwachsenden Energietraegern unattraktiv. Weitreichendes Umweltbewusstsein scheitert oft am missverstandenen Gegensatz von Oekonomie und Oekologie sowie teilweise am Festhalten an einen uebermaessigen Lebensstandard. Grosse Potentiale liegen vor allem in der Verbesserung der Nutzungseffizienz von Energietraegern und dem Einsatz von ...
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
14012969029ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar