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  • Titel
    Gruener Bericht 1990 : Bericht ueber die Lage der oesterreichischen Landwirtschaft 1990 gemaess § 9 des Landwirtschaftsgesetzes, BGBl. Nr. 299/1976
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Erscheinungsjahr
    1991
  • Seiten
    268 S.
  • Illustrationen
    139 Tab.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    9029; Oss-815
  • Datensatznummer
    85209
  • Geschichte
    Früherer Titel: Bericht über die Lage der Österreichischen Landwirtschaft
  • Quelle
  • Abstract
    Das Wachstum der oesterreichischen Wirtschaft war 1990 im internationalen Vergleich als ueberdurchschnittlich einzustufen. Die Hartwaehrungspolitik mit ihrer preis- und kostenstabilisierenden Wirkung wurde fortgesetzt; sowohl Arbeitslosen- (5,4%) als auch Inflationsrate (3,3%) waren in internatinaler Sicht unterdurchschnittlich. Die gesamtwirtschaftlichen Verflechtungen des Agrarsektors werden immer staerker. Agrarpolitik steht in enger Beziehung zur Wirtschafts-, Regional-, Sozial-, Siedlungs- und Umweltpolitik. Die in der Land- und Forstwirtschaft Berufstaetigen machten nur mehr 6,3% aller Berufstaetigen aus. Die Produktion der Landwirtschaft betrug 1990 65,6 Mrd. S, die forstliche Produktion stieg auf 16,4 Mrd. S. Der Beitrag der Land- und Forstwirtschaft zum Brutto-Inlandsprodukt betrug nur mehr 3,2%. Die Endproduktion der Landwirtschaft (65,6 Mrd. S) nahm gegenueber 1989 um 5%, jene der Forstwirtschaft (16,4 Mrd. S) um 11,5% zu. Die Landwirtschaft, die in den vergangenen Jahrzehnten durch eine starke Rationalisierung und Abwanderung gekennzeichnet war, gelangt durch die Spezialisierung und Intensivierung zunehmend mit oekologischen bzw. Fragen des Umweltschutzes in Beruehrung. Massnahmen zum Schutz des Bodens und der Landschaft, zur Reinhaltung bzw. Verbesserung von Wasser und Luft sowie zur Erhaltung der Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen sowie deren notwendigen Lebensraeume haben hohe Aktualitaet. Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht kommt in Oesterreich der Landwirtschaft neben der Nahrungsmittelproduktion auch in bezug auf die Erhaltung der Kulturlandschaft - insbesondere als entscheidende Grundlage fuer den Fremdenverkehr im Berggebiet - eine wichtige Aufgabe zu (rd. 30.000 baeuerliche Betriebe befassen sich in Oesterreich mit Gaestebeherberung). Die Massnahmen zur Eindaemmung der seit einigen Jahren zu beobachteten neuartigen Waldschaeden ("Waldsterben") gehen ueber den forstlichen bzw. nationalen Bereich weit hinaus; die Schadstoffsituation muss international geregelt werden (z.B. bleifreier Benzin, Katalysatorpflicht, Eindaemmung des Strassen- und Transitverkehrs). Besondere Dringlichkeit hat die Sanierung der Schutzwaelder im Gebirge, wobei regional ueberhoehte Schalenwildbestaende zu reduzieren sind. Der Boden ist in seiner Substanz und Gesundheit durch eine Vielzahl von Einfluessen bedroht. Zu den Gefahrenpunkten zaehlen: der Bodenentzug fuer die Siedlungen, die Wirtschaft und den Verkehr; die Gefaehrdung durch Schadstoffeintragung (z.B. Saurer Regen) sowie durch Fehler in der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung. Im Zusammenhang mit Landschaftspflege und Biotopschutz sollen die Aufgaben und Instrumente der Raumordnung und Raumplanung erweitert werden. Der Sicherung naturnaher Standorte als Lebensraum vieler gefaehrdeter Tier- und Pflanzenarten kommt besondere Bedeutung zu. Das Hauptaugenmerk ist auf eine Verringerung .....
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
14012939029ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar
1401294Oss-815ZeitschriftFAST OssiachVerfügbar