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  • Titel
    Österreichischer Waldbericht 1994 : Jahresbericht über die Forstwirtschaft und Bericht des Bundesministers fuer Land- und Forstwirtschaft an den Nationalrat gemaess § 16 Abs. 6 Forstgesetz 1975 i.d.g.F.
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Seiten
    121 S.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    8989; Oss-799
  • Datensatznummer
    85061
  • Geschichte
    Früherer Titel: Jahresbericht der Forstwirtschaft; Früherer Titel: Jahresbericht über die Forstwirtschaft; Früherer Titel: Waldbericht
  • Quelle
  • Abstract
    Der Oesterreichische Waldbericht 1994 weist wie in den Vorjahren auf den immer noch kritischen Zustand der Forstwirtschaft und des oesterreichischen Waldes hin. Die Forstwirtschaft konnte zwar die Rezession der Jahre 1992 und 1993 teilweise ueberwinden - dies zeigt sich in der mehr oder weniger ausgeglichenen Bilanz der Betriebe und der zunehmenden Investitionstaetigkeit. Als Reaktion auf die Rezession waren allerdings eingreifende, betriebswirtschaftlich relevante Strukturaenderungen vorgenommen worden. Die Lage auf dem forstlichen Arbeitsmarkt verschaerfte sich weiter. Die Oesterreichische Forstinventur belegt zunehmende Waldflaechen, Holzvorraete und -zuwaechse sowie eine Zunahme der Laub- und Mischwaelder; ein positives Zeugnis in Hinblick auf Nachhaltigkeit und Biodiversitaet. Gleichzeitig sind ein hoher Anteil von Stammschaedigungen sowie Verbisschaeden festzustellen. Bedenklich erscheint, dass die Naturverjuengung, welche laut Oesterreichischer Waldinventur auf einem Fuenftel des Ertragswald-Hochwaldes aufkommt, zu 90 Prozent durch Wild und Weidevieh verbissen ist. Die jaehrlichen Meldungen der Bezirksforstinspektionen ueber Beeintraechtigungen des Waldes durch Wild und Weidevieh bestaetigen dies. Als prekaer ist auch die Situation im Schutzwald anzusehen. Ueberalterung, Schaeden durch Wild und Weidevieh sowie zunehmende touristische Aktivitaeten in diesen sensiblen Waldregionen lassen die Bemuehungen zur Sanierung dieser Waelder trotz des damit verbundenen hohen finanziellen Einsatzes hinfaellig erscheinen. Zusaetzliche Beeintraechtigungen des Waldes werden permanent durch Luftverunreinigungen hervorgerufen; die von der Forstlichen Bundesversuchsanstalt fuer das Jahr 1994 veroeffentlichten Ergebnisse ueber abnehmende Kronenverlichtungen und Schwefeleintraege geben nur eine bedingt verbesserte Situation des Waldzustandes wieder. Europaweit ist jeder vierte Baum geschaedigt. Steigende Holzpreise infolge verbesserter Schnittholzabsatzmoeglichkeiten im Ausland fuehrten zu vermehrten Investitionen in Form wadbaulicher Aktivitaeten und erhoehter Ausgaben fuer die Sanierung der Schutzwaelder. Die Borkenkaeferkalamitaet richtete auch 1994 - vor allem in den standortswidrigen Fichtenbestaenden der Tieflagen - grosse Schaeden an, etwa ein Zehntel der eingeschlagenen Holzmenge entfiel auf Zwangsnutzungen. Folgerungen - Mit ihrer ganzen Leistungspalette - von der Holzproduktion ueber den Schutz vor Naturgefahren bis hin zur individuellen Erholung und oekologischen Ausgleichsfunktion - ist die Waldwirtschaft ein immens wichtiger Wirtschaftszweig, dessen volkswirtschaftliche Bedeutung nicht am Beitrag der Forst- und Holzwirtschaft zum Bruttoinlandsprodukt allein gemessen werden kann. Der Loewenanteil der Investitionen in das Waldvermoegen wird allerdings ueber die Erloese aus dem Holzverkauf finanziert. Obwohl Holz als umweltfreundlicher, nachwachsender Rohstoff und Energietraeger bei entsprechenden Rahmenbedingungen ein enormes Wettbewerbspotential hat, ist mittelfristig in Hinblick auf das Mengenangebot auf dem Weltmarkt real mit keinen gravierenden Absatz- oder Preissteigerungen zu rechnen. Dieser hiedurch bedingten stagnierenden bis ruecklaeufigen Einkommensentwicklung der Forstwirtschaft steht eine nach oben gerichtete Kostenentwicklung gegenueber. Die Moeglichkeiten der Forstbetriebe, das Waldmanagement staerker nach Effizienzkriterien auszurichten, ist zumindest ausgabenseitig aus mehreren Gruenden, wie Topographie, gesetzliche Bestimmungen usw., begrenzt. Dies heisst fuer die Forstbetriebe, einnahmenseitig - sowohl betriebswirtschaftlich und waldbaulich als auch werbestrategisch - kreativ zu sein. Daher ist es vordringliche Aufgabe der Forstpolitik, will man die an die Waldwirtschaft gekoppelten Leistungen nicht verlieren, den Forstbetrieben den noetigen Handlungsspielraum und entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Dies betrifft nicht nur den Bereich der Wirtschaft sondern auch das oekologische und politi...
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
10001661N8989ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar
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