Titel
Konzeptionelle Grundlagen fuer eine rationelle Gestaltung technologischer Verfahren der Durchforstung mittelalter Kiefernbestaende
Verfasser
Körperschaft
Erscheinungsort
Eberswalde
Verlag
Erscheinungsjahr
1988
Seiten
31 S.
Illustrationen
12 Abb., 6 Tab., 4 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
11973
Datensatznummer
83824
Quelle
Abstract
Ausgehend von gegenwaertigen Erkenntnissen ueber das maschinelle Faellen bei der Durchforstung von Kiefernbestaenden ist festzustellen, dass fuer eine vollstaendige Mechanisierun der Einsatz von Faellmaschinen unterschiedlicher Funktionsweise notwendig ist. Unterschiede werden erwogen. Anbau- Faellmaschinen und Manipulator-Faellmaschinen. Anbau-Faellmaschinen benoetigen prinzipiell keine kuenstlich angelegten Arbeitsgassen, jedoch eine Mindestarbeitsfreiheit im Bestand, die anhand der verbleibenden Stammzahl quantifiziert werden kann. Die Bearbeitung stammzahlreicher Bestaende (ohne Stammzahlbegrenzung) ist dagegen mit Manipulator- Faellmaschinen moeglich. Einsatzvoraussetzung ist ein intensiver Bestandesaufschluss; bei vollstaendiger Bearbeitung mindestens durch Entnahme jeder 9. oder 10. Reihe. Nach vorliegenden Untersuchungsergebnissen haben Anbau-Faellmaschinen im Vergleich die groessere Produktivitaetspotenz. Deshalb sollte die bevorzuge Anwendung im moeglichen Einsatzbereich derselben angestrebt werden. Auch das Herstellen von Bestandesaufschluessen ist nach diesem Arbeitsprinzip sehr effektiv moeglich. Fuer den Typ einer Manipulator-Faellmaschine ist gegenwaertig keine Loesung vorhanden, die hinsichtlich der technischen Parameter und der Produktivitaet die erforderlichen Voraussetzungen hat.Es wurden daher auf die Bedingungen der DDR-Kiefernwirtschaft abgestimmte fors ttechnische Forderungen aufgestellt. Die groesste Bedeutung kommt der Bestimmung der notwendigen Arbeitsbreite des Faellauslegers zu. Unter Beruecksichtigung waldbaulicher, technischer und technologisch-oekonomischer Aspekte wird die Realisierung einer nutzbaren Auslegerreichweite von 8,0 m empfohlen. Aus der Sichtdes angestrebten Pflegezieles unterscheiden sich Anbau-Faellmaschinen und Mani pulator-Faellmaschinen wie folgt: Der Einsatz von Anbau-Faellmaschinen erfordert eine sorgfaeltige Objektsauswahl, da bei Ueberschreitung der stammzahlbezogenen Einsatzgrenze Bestandes- und Bodenschaeden erheblich zunehmen. Bei Beachtungder Einsatzempfehlungen sind derartige Schaeden relativ gering. Die Arbeitswei se der Manipulator-Faellmaschine ist ausgesprochen bestandespfeglich und das Fahren der Maschine im Bestand wird auf die vorhandenen Arbeitsgassen beschraenkt. Die Forderung nach einer relativ grossen Aufschlussintensitaet verlangt eine entsprechende Kompromissbereitschaft des Waldbaus (Zunahme des Anteils schematischer Baumentnahmen). Wichtig ist die Erkenntnis, dass Kombinations-Faellmaschinen gegenueber Faell-Sammel-Maschinen im Vergleich mit der Basis einen groesseren Rationalisierungseffekt ermoeglichen und demzufolge unter den gegenwaertigenBereitstellungsbedingungen vorrangige Bedeutung haben.