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  • Titel
    Siedlungsentwicklung in Oesterreich. Band II/ Szenarien 1991-2011 : Expertengutachten des Oesterreichischen Instituts fuer Raumplanung (OeIR)
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1996
  • Seiten
    142 S.
  • Illustrationen
    40 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    8804
  • Datensatznummer
    83759
  • Quelle
  • Abstract
    Das Leitziel der Raumordnung ist der bewusste und sparsame Umgang mit der knappen und unvermehrbaren Ressource Boden, ihre zentrale Aufgabe die Steuerung der Siedlungsentwicklung. So wird im Oesterreichischen Raumordnungskonzept 1991 die sparsame, schonende Nutzung des Raumes und der Umwelt als erster und wichtigster Grundsatz der Raumordnung in Oesterreich genannt. Voraussetzung fuer eine breite Bewusstseinsbildung und steuernde Massnahmen sind Kenntnisse ueber die Flaechenverbrauchsgewohnheiten der Oesterreicher und die Groessenordnung des Siedlungsflaechenverbrauchs bzw. der laufenden Verluste an Erholungs- und oekologischen Ausgleichsflaechen. Fuer Teilbereiche, v.a. fuer die Stadtregionen, sind hier schon laenger Untersuchungen vorgelegen. Mit dem gegenstaendlichen Forschungsprogramm "Siedlungsentwicklung in Oesterreich, Trends 1971-1991 und Szenarien 1991- 2011" ist es erstmals gelungen, hier auch oesterreichweit eine quantitative Vorstellung des vergangenen und in Zukunft zu erwartenden Flaechenverbrauchs zu gewinnen. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit fuehren zu zwei zentralen Aussagen: - Eine Selbstregelung des Siedlungsflaechenverbrauchs durch den "Markt" ist nicht zu erwarten. Die Entwicklung auf den Wohnungs- und Bodenmaerkten fuehren nicht zu einer Daempfung der Siedlungsflaechenentwicklung und sind zudem mit sehr hohen individuellen und volkswirtschaftlichen Folgekosten verbunden: Anhand der Analyse der Trends 1971 bis 1991 hat sich gezeigt, dass hohe Grundstueckskosten, v.a. aber die Verknappung des Grundstuecksangebots in zentralen bzw. gut erschlossenen Lagen, die nicht so sehr auf tatsaechliche Knappheiten sondern vor allem auf eine geringe Verkaufsbereitschaft der Eigentuemer zurueckzufuehren ist, nicht so sehr zu dichteren Bauweisen fuehren als vielmehr zu Ranwanderung und Zersiedelung. Deren Folgekosten sind stark erhoehte Infrastruktur- und Erschliessungskosten, die Verringerung und Zerschneidung der Freiflaechen mit der Folge bedeutender Funktionsverluste der verbleibenden Gruenraeume sowie die Folgekosten einer starken Erhoehung des motorisierten Individualverkehrs. Gleichzeitig nimmt die Gefahr zu, dass die weniger kaufkraeftigen Nachfrager, wie etwa Jungfamilien aber auch die auslaendische Wohnbevoelkerung, ganz von einer Wohnsitznahme ausgeschlossen werden. - Die Ursachen fuer die Siedlungsentwicklung sind sehr komplex, sie ist das Ergebnis vieler unterschiedlichster Einzelentscheidungen. Dementsprechend kann eine Steuerung der Siedlungsentwicklung auch nicht durch Einzelmassnahmen geleistet werden. Das Ziel einer flaechensparenden und ressourcenschonenden Siedlungsentwicklung muss vielmehr in allen raumrelevanten Politikbereichen und auf allen Entscheidungsebenen der oeffentlichen Hand verankert werden. Benoetigt werden auf einander abgestimmte Massnahmenpakete insbesondere in den Bereichen Raumordnung und Wohnbaufoerderung, aber auch in der Boden- und Fiskalpolitik. Ein wohnungspolitisches Szenario bis 2011. In Anbetracht der verstaerkten Zuwanderung im Zeitraum 1988 bis 1993 ergibt sich fuer die Untersuchungsperiode 1991 bis 2011 ein im Vergleich zur Vorperiode 1971 bis 1991 hoeherer Zuwachs an Wohnbevoelkerung. Die Nachfrage nach "billigen" Wohnungen steigt dadurch deutlich an. Es besteht die Gefahr einer Verstaerkung der schon 1991 zu beobachtenden Defizite in der Wohnungsversorgung. Das wohnungspolitische Szenario bis 2011 schreibt die derzeit bestehenden Knappheiten im Wohnungsangebot fuer die weniger kaufkraeftige Nachfrage nicht fort, sondern nimmt an, dass bis 2011 eine leichte Entspannung auf diesem Wohnungsteilmarkt eintreten wird. Es ist damit allerdings noch kein Zielszenario, das bereits eine am Wohnungsbedarf orientierte Wohnungsversorgung in Aussicht stellt - insbesondere in den Staedten bleiben deutliche Knappheiten bestehen. Anhaltspunkt fuer ein derartiges Szenario ist eine Schwerpunktverschiebung der Wohnbaufoerderung in Richtung einer verstaerkten Foerderung von ...
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
14128128804ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar