Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Siedlungsentwicklung in Oesterreich. Band I/ Trends 1971-1991 : Expertengutachten des Oesterreichischen Instituts fuer Raumplanung (OeIR)
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Seiten
    116 S.
  • Illustrationen
    14 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    8804
  • Datensatznummer
    83750
  • Quelle
  • Abstract
    Siedlungsflaechenintensitaet 1991. Die Methodik der Haeuser- und Wohnungszaehlung ist nicht primaer fuer den Zweck der Baulandabschaetzung entwickelt worden. Es laesst sich jedoch, unter Einschaetzung der Siedlungsflaechenintensitaet und auch des periodenbezogenen Baulandverbrauches daraus ableiten. Das genutzte Nettobauland in Oesterreich betraegt 1991 ueber 2.000 km2 (inklusive Bauflaechen auf Gruenlandwidmung). Rechnet man einen Aufschlag von nur 30% fuer Erschliessung und staedtische Freiflaechen hinzu, entspricht dies einem Bruttobauland von 2.700 km2. Dies bedeutet, dass je Einwohner 350 m2 Bruttobauland, je Einwohner und Arbeitsplatz 250 m2 Bruttobauland genutzt werden. Mehr als zwei Drittel des genutzten Baulandes dienen dem Wohnen. Das restliche Drittel entfaellt auf die Wirtschaft (etwas mehr als ein Fuenftel) und auf unbekannte Nutzungen (knapp ein Zehntel). Oesterreichweit (ohne Wien) werden 85% des Wohnbaulandes durch Ein- und Zweifamilienhaeuser beansprucht, obwohl der Anteil der Ein- und Zweifamilienhaeuser am Wohnungsbestand im Vergleich dazu nur 58% betraegt. Im Segment der Ein- und Zweifamilienhaeuser betraegt die durchschnittliche Grundstuecksflaeche 800 m2 (ohne Wien), das entspricht dem achtfachen der Flaeche, die im Mehrgeschosswohnbau je Wohneinheit benoetigt wird. Im Grossteil der Bezirke liegt die Parzellengroesse im Einfamilienhausbau zwischen 700 und 850 m2, nur in den Tiroler und Vorarlberger Bezirken liegen die durchschnittlichen Parzellengroessen unter 700 m2. Suedlich des Alpenhauptkammes, vom Kaerntner Zentralraum bis zum Suedburgenland finden sich Parzellengroessen, die im Bezirksdurchschnitt ueber 900 m2, in einzelnen Steiermaerkischen Bezirken sogar ueber 1.000 m2 betragen. Im Vergleich zu Oberoesterreich, der noerdlichen Steiermark und dem suedlichen Niederoesterreich (800 bis 900 m2) sind im noerdlichen und oestlichen Niederoesterreich die durchschnittlichen Parzellengroessen mit 700 bis 800 m2 etwas geringer. Dies koennte auf eine etwas geringere Dynamik und damit ein groesseres Gewicht aelterer Bausubstanz zurueckgefuehrt werden. Je Wohneinheit insgesamt (in allen Bauformen) liegt die durchschnittliche Grundstuecksflaeche in Oesterreich ohne Wien bei 540 m2. Aufgrund geringerer Anteile der Einfamilienhaeuser am Gesamtwohnungsbestand v.a. in den alpinen Gebieten bzw. in der Mur-Muerz-Furche liegen die beiden Bundeslaender mit den hoechsten durchschnittlichen Parzellengroessen im Einfamilienhausbau - Kaernten und Steiermar - hinsichtlich der durchschnittlichen Grundstuecksflaeche je Wohneinheit hinter dem Burgenland (ueber 850 m2) und Niederoesterreich (780 m2). Diese Bundeslaender verzeichnen die hoechsten Anteile der Einfamilienhaeuser mit 88% bzw. 70% aller Wohnungen. In den Staedten (ohne Wien) liegt die durchschnittliche Grundstuecksflaeche je Wohneinheit etwas unter 300 m2. Hier liegt der Anteil der Einfamilienhaeuser am Wohnungsbestand etwas ueber einem Fuenftel. Gleichzeitig beanspruchen sie etwa zwei Drittel des gesamten Wohnbaulandes. Anhand des genutzten 'Nettowohnbaulandes' je Haushalt zeigt sich im Vergleich zum Indikator Grundstuecksflaeche je Wohnung eine deutlich groessere Flaechenbeanspruchung im Grossteil der niederoesterreichischen Bezirke und im Burgenland. Hier werden die Auswirkungen der Zweitwohnsitztaetigkeit, in den beripheren Gebieten auch der leerstehenden laendlichen Bausubstanz sichtbar. Daraus erklaert sich auch, in Verbindung mit vergleichsweise geringen Haushaltsgroessen, dass das genutzte 'Nettobauland' fuer die Wohnnutzung im noerdlichen Wiener Umland und im Waldviertel je Kopf weit ueber dem oesterreichischen Durchschnitt liegt. Im Suedburgenland und im Bezirk Graz-Umgebung dienen zusaetzlich die Parzellengroessen im Einfamilienhausbau als Erklaerung. Die Umlaender von Klagenfurt und Villach sowie Voelkermarkt weisen ebenfalls hohe Parzellengroessen auf, zudem hat hier eine im Vergleich zur Bevoelkerungsentwicklung sehr dynamische Haushaltsent..
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
14128178804ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar