- TitelWaldzustandsbericht 1996
- Körperschaft
- ErscheinungsortFreising
- Erscheinungsjahr1996
- Seiten54 S.
- Illustrationen4 Lit. Ang.
- MaterialBandaufführung
- Standardsignatur13257
- Datensatznummer83389
- Quelle
- AbstractBayern betreibt seit Jahren ein umfangreiches Programm zur Umweltvorsorge im Wald aller Besitzarten. Hierzu zaehlt nicht nur die seit 1983 jaehrlich durchgefuehrte landesweite systematische Kronenzustandsinventur, sondern auch ein Netz von Dauerbeobachtungsflaechen zum Waldzustand, das erlaubt, den Schadensverlauf in ausgewaehlten Bestaenden langfristig zu verfolgen. Aus Gruenden des vorsorgenden Bodenschutzes hat Bayern als erstes Land in Europa eine systematische Waldbodeninventur durchgefuehrt und Waldboden- Dauerbeobachtungsflaechen eingerichtet. Mit dem Netz von im Endausbau 22 Waldklimastationen mit ihrem umfangreichen Messprogramm wird das empfindliche Oekosystem Wald und seine komplexen Lebensablaeufe detailliert beobachtet und Veraenderungen fruehzeitig erkannt. Auch dieses Konzept war richtungsweisend fuer das sogenannte Level II-Netz zur Ueberwachung von Waldoekosystemen in ganz Europa. Auf allen diesen Untersuchungsflaechen werden Kronenzustandserhebungen durchgefuehrt, die weiterhin das zeit- und kosteneffektivste Verfahren sind, um die Vitalitaet von Baeumen und Waeldern einzuschaetzen. Die diesjaehrige landesweite Waldzustandserhebung wurde wieder im 16km x 16km Raster mit systematischen Verdichtungen fuer Tanne und Eiche durchgefuehrt. Diese Aufnahme von 183 Bestaenden mit 8023 Baeumen ermoeglicht statistisch abgesicherte Aussagen zum Kronenzustand der fuenf Hauptbaumarten in Bayern. In den letzten beiden Jahren hat sich der Anteil deutlicher Schaeden (Schadstufen 2-4) ueber alle Baumarten hinweg um jeweils 7 Prozentpunkte auf nunmehr 16% verringert. Der durchschnittliche Nadel-bzw. Blattverlust ging auf 15,8%, den niedrigsten Wert seit 1984, zurueck. Der Anteil biotischer Schaeden durch blatt- oder nadelfressende Insekten ist gegenueber dem Vorjahr fast unveraendert, obwohl keine ausgesprochenen Kalamitaeten auftraten; vor allem die Eiche ist in hohem Masse hiervon belastet. - Bei der Fichte, der flaechenmaessig haeufigsten Baumart haben die deutlichen Schaeden erneut um 7 Prozentpunkte auf 14% abgenommen. Das mittlere Nadelverlustprozent ist seit 1992 von 21,4/ auf nun 14,3% gesunken. - Die Kiefer als Baumart mit nur wenigen Nadeljahrgaengen, konnte in diesem Fruehjahr dichte, lange Triebe ausbilden. Entsprechend nahm der Anteil deutlicher Schaeden um 6 Punkte auf 10% ab. Etwas geringer ausgefallen ist die Verbesserung des durchschnittlichen Nadelverlustes auf 15,3%. Bemerkenswert ist aber auch, dass der Anteil abgestorbener Kiefern aehnlich hoch wie im Vorjahr ist (0,8%). - Die Tanne, lange Jahre hindurch die Problembaumart in Bayern, hat sich weiter auf einen Anteil von 44% deutlicher Schaeden verbessert; dabei sind aber auch 1,2% der Baeume als abgestorben aufgenommen worden. - Nachdem die Buche im vergangenen Jahr ein ausgesprochenes Mastjahr mit entsprechend geringer Belaubungsdichte hatte, weisen heuer nur mehr 22% aller Buchen Blattverluste von ueber 25% auf, eine Verbesserung um 16 Prozentpunkte. Die durchschnittlichen Blattverluste sind mit 18,7% wieder auf das Niveau der Jahre vor 1990 gesunken. - Die Eiche ist mit 46% deutlichen Schaeden wieder die am staerksten geschaedigte Baumart, auch wenn die deutlichen Schaeden geringfuegig um 5 Punkte abgenommen haben und der mittlere Blattverlust auf 27,1 Prozent gesunken ist. Die Belaubungsdichte aelterer Eichen ist nahezu unveraendert; Frassinsekten haben weiterhin erheblichen Einfluss auf den Kronenzustand der Eiche. Die kuehl-feuchte Witterung dieses Fruehjahrs und Sommers hat, nach einem spaeten Austrieb, die Ausbildung der Triebe und Blaetter ueberwiegend beguenstigt. Wetter und Insektenbefall erklaeren den Kronenzustand der Waldbaeume aber nicht allein. Im Gegensatz zur landesweiten Stichprobenerhebung sind die 94 Dauerbeobachtungsflaechen in Bayern nicht flaechenrepraesentativ angelegt, sondern geben den Kronenzustand und seine Entwicklung fuer einzelne ausgewaehlte Bestaende wieder, z.B. auf Bodendauerbeobachtungsflaechen und an Waldkli...
- SchlagwörterWaldzustandsbericht, Waldschadenserhebung, Kronenzustandsinventur, Dauerbeobachtungsfläche, Ergebnis, Abies alba, Picea abies, Pinus sylvestris, Fagus sylvatica, Waldbodenzustand, Forstschutzsituation, Schadstoffeintrag, Immission, Ozon, Schwefeldioxid, Stickoxid, Schutzwaldsanierung, Düngungsversuch, Wurzelschaden, Phytophthora spp., Eichensterben, Quercus, Bayern
- Klassifikation
| Exemplarnummer | Signatur | Leihkategorie | Filiale | Leihstatus |
|---|---|---|---|---|
| 1201580 | 13257 | Monographie | Büchermagazin | Verfügbar |
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