- TitelWaldzustandsbericht 1993
- Körperschaft
- ErscheinungsortFreising
- Erscheinungsjahr1993
- Seiten51 S.
- MaterialBandaufführung
- Standardsignatur13257
- Datensatznummer83386
- Quelle
- AbstractBei der terrestrischen Kronenzustandserhebung 1993 wurde, wie im Vorjahr, in einer Unterstichprobe der Grad der Entlaubung bzw. Entnadelung un der Vergilbung an 9.130 Baeumen in 212 Waldbestaenden aufgenommen. Die Auswertungen ermoeglichen landesweite Aussagen fuer die fuenf Hauptbaumarten Fichte, Kiefer, Tanne, Buche und Eiche. Die Inventur ergab insgesamt eine Verbesserung des Kronenzustandes. Die Nadel- bzw. Blattverlust der Waldbaeume in Bayern verringerten sich, beguenstigt durch ausgeglichenere Witterungsverhaeltnisse, auf den Stand der Jahre vor den Stuermen von 1990: - Bei der Fichte, der am weitesten verbreiteten Baumart sank der Anteil deutlicher Schaeden (Schadstufen 2 bis 4) um 9 Prozentpunkte auf 22% ab; 78% der Baeume sind ohne Schaeden bzw. der Warnstufe 1 zugeordnet. Bei der Fichte wirkt sich der sog. "Klassensprung" von Schadstufe 2 zu Stufe 1 besonders deutlich aus. - Die Tendenz zur Verbesserung des Kronenzustandes der Kiefer setzte sich 1993 fort: nur noch 12% der Baeume weisen deutliche Schaeden auf. Die Benadelung der Kiefer entspricht damit wieder dem Zustand zu Beginn der Inventuren vor zehn Jahren. - Nach einem Maximum deutlicher Schaeden im Jahr 1985 zeigt sich bei der Tanne ein kontinuierlicher Rueckgang: 1993 ist die Haelfte der Baeume den Verlichtungsstufen 0 und 1 zugeordnet. Damit ist belegt, dass sich auch stark verlichtete Baumkronen wieder regenerieren koennen. - Bei der Buche ging nach der durch eine "Vollmast" und ausgepraegte Trockenheit mitbedingten Situation im Vorjahr der Anteil deutlicher Schaeden auf 28% zurueck. allerdings koennen die seit Jahren zu beobachtenden Verzweigungsanomalien nicht innerhalb einer Vegetationsperiode rueckgaengig gemacht werden. Viele, auch gut belaubte Buchen zeigen deshalb noch ein unregelmaessiges, nicht gerundetes Kronenbild. - Die Eiche ist mit 59% deutlichen Schaeden 1993 die am staerksten betroffene Baumart in Bayern. Die hohe Belastung durch eichenspezifische Schadinsekten und Sekundaerschaedlinge in ihrem Hauptverbreitungsgebiet wirkt sich bei ihr besonders aus. Trotz der Faehigkeit der Eiche, Blattverluste durch "Johannis-" und Nottriebe zu ersetzen, gibt ihr Zustand zur Besorgnis Anlass. Die Waldschutzsituation des Jahres 1993 wird gepraegt durch die Massenvermehrung von Eichenwickler und Schwammspinner in Nordbayern. Die Situation bei den Borkenkaefern in Suedbayern konnte zwar entschaerft werden, mitbedingt durch die fuer den Schwaermflug unguenstige Witterung im Sommer. Im Hochgebirge, vor allem in schwer zugaenglichen Schutzwaeldern, wird die Entwicklung trotz aller Anstrengungen voraussichtlich auch im kommenden Jahr noch kritisch bleiben. Daneben informiert der Bericht ueber Luftbildauswertungen in ausgewaehlten Gebieten zur Dokumentation des Waldzustands, ueber die Ergebnisse der Dauerbeobachtungsflaechen, ueber Boden- und Nadelanalysen im bayerischen Alp..
- SchlagwörterWaldzustandsbericht, Waldschaden, Schadenserhebung, terrestrische Stichprobenerhebung, Ergebnis, Schadensentwicklung, Abies alba, Picea abies, Pinus sylvestris, Fagus sylvatica, Quercus, Forstschutzsituation, Waldschadensforschung, Dauerprobefläche, Luftbildauswertung, Waldklima, Klimastation, Waldbodenzustand, Fernerkundung, Luftreinhaltung, Immissionsbelastung, Ozon, Schwefeldioxid, Stickoxid, Ammoniak, waldbauliche Behandlung, Schutzwaldsanierung
- Klassifikation
| Exemplarnummer | Signatur | Leihkategorie | Filiale | Leihstatus |
|---|---|---|---|---|
| 1201579 | 13257 | Monographie | Büchermagazin | Verfügbar |
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