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  • Titel
    Die Wiener und ihre Wälder : Zusammenfassende Analyse sozioökonomischer Erhebungen über die Beziehung der Wiener Stadtbevölkerung zu Wald und Walderholung
  • Verfasser
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Seiten
    117 S.
  • Illustrationen
    37 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    10347
  • Datensatznummer
    82764
  • Quelle
  • Abstract
    Der Wienerwald umschließt die Millionenstadt Wien zu mehr als der Hälfte und übernimmt seit jeher die Rolle eines Naherholungsgebietes, eine Funktion, die in Zukunft aller Voraussicht nach noch weiter an Bedeutung gewinnen wird. Seit dem Jahr 1989 wird am Institut für Sozioökonomik der Forst- und Holzwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien im Rahmen der Lehrveranstaltung "Übungen aus forstlicher Raumplanung" versucht, durch regelmäßig durchgeführte Telefon- und Vor-Ort-Befragungen die unterschiedlichen Nutzungsinteressen am und die Rolle der Erholungssuchenden im Wienerwald zu erheben. In der gegenständlichen Arbeit werden die aus diesen Erhebungen gewonnenen Daten analysiert und aufbereitet. Für den Beobachtungszeitraum der letzten zehn Jahre kann demnach ein konstantes bis leicht steigendes Besucheraufkommen auf sehr hohem Niveau festgestellt werden: Millionen von Menschen suchen jährlich zum Zwecke der Entspannung sowie der sportlichen Betätigung den Wienerwald auf. Die bedeutende Rolle, die dabei der "Feierabenderholung" zukommt, unterstreicht die Tatsache, daß der Wienerwaldbesuch bei der Mehrheit der Erholungssuchenden vor allem Bestandteil einer alltäglichen Routine ist und kurzzeitig erfolgt. Die Entwicklung von sich ändernden Ansprüchen an Erholungsgebiete ist oft auch ein Spiegelbild gesellschaftlicher Veränderungen bzw. eines Wertewandels in der Gesellschaft: 1. Die Freizeitgesellschaft: Auch wenn extensive Formen der Rekreation nach wie vor die "Hitliste" der Erholungsaktivitäten im Wienerwald anführen, ist doch der Trend in Richtung intensiver Erholungsnutzung unübersehbar. Dabei ist der Anteil der mit größerem zeitlichen und vor allem finanziellen Aufwand betrieben Sportarten auf hohem Aktivitätsniveau im Zunehmen begriffen. Als unvermeidliche Konsequenz dieses Phänomens ergibt sich ein erhöhtes Konfliktpotential zwischen den Vertretern unterschiedlicher Nutzungstypen unter den Besuchern, dem mit bewußtseinsbildenden Maßnahmen und letztlich vielleicht nur mit einer behutsamen Trennung der jeweiligen Erholungsinfrastrukturen zu begegnen sein wird. 2. Die Informationsgesellschaft: Unter den Erholungssuchenden des Wienerwaldes ist ein steigendes Bedürfnis nach informativen Erholungseinrichtungen im Wald (Bsp. Waldlehrpfade) bis hin zu kostenpflichtigen Dienstleistungen (Bsp. fachkundig geführte Wanderungen) feststellbar, die der Vermittlung von professionell aufbereiteter Information und Wissen dienen. 3. Die ökologisch orientierte Gesellschaft: Mit der allgemeinen Veränderung der Werte in diesem Bereich ist im Beobachtungszeitraum auch eine eindeutig zunehmende Wahrnehmung der eigenen Störwirkung (insbesondere hinsichtlich des Naturschutzes) bei den Wienerwaldbesuchern erkennbar. Weiters wird in einem Ausmaß wie noch nie zuvor auch die Abfallproblematik von den Erholungssuchenden thematisiert und zunehmend als Störfaktor empfunden. Die Erholungswaldbewirtschaftung wird sich demzufolge in Zukunft gesteigerten Anforderungen an Vielfalt, räumlicher Koordinierung unterschiedlicher Formen der Erholungsnutzung sowie an Dienstleistungen gegenübersehen, die dem Erholungsnutzer einerseits wissenwerte Einblicke in die Natur gewähren und welche die Erhaltung der Erholungseinrichtungen einschließlich einer optimalen Müllbeseitigung sicherstellen.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
1000973810347ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar