Titel
Datenschlüssel Bodenkunde : Empfehlung zur einheitlichen Datenerfassung in Österreich
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1999
Seiten
152 S.
Illustrationen
47 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
11920
Datensatznummer
82086
Quelle
Abstract
Österreich verfügt über eine Fülle von Bodendaten, die jedoch mit unterschiedlicher Zielsetzung erhoben wurden. So wurden für Felderhebung, Probenahme, Analytik und Auswertung unterschiedliche Methoden und Erhebungsschlüssel, die an die jeweilige Fragestellung und den geographischen Rahmen der Untersuchungen angepaßt sind, verwendet. Dies und die Verwendung unterschiedlicher EDV-Systeme und -Formate erschweren österreichweit zusammenschauende Betrachtungen. Der "Datenschlüssel Bodenkunde" (DSBK) ist als Empfehlung für eine einheitliche Datenerfassung von Informationen über die Böden in Österreich zu verstehen. Das Hauptziel des Datenschlüssels liegt in der Schaffung einer fachlichen qualifizierten Übersetzungsmöglichkeit für heterogene Datenbestände, wodurch die Voraussetzung für eine österreichweit harmonisierte Datenbasis geschaffen wird. Die Einarbeitung bestehender, österreichweit angewandter Konzepte schafft einen Schlüssel, der breit angelegt ist und einen Überblick über die in Österreich angewandte Methodik und Analytik bietet. Dennoch erhebt der Datenschlüssel keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Laufende Neuentwicklungen, Verbesserungen und Ergänzungen von Daten und Methoden machen den Datenschlüssel zu einem technisch und fachlich dynamischen System. Die bodenrelevanten Informationen sind im Datenschlüssel in drei Bereiche gegliedert, wobei im ersten Abschnitt Standorteigenschaften behandelt werden. Im Bereich Probe werden neben Eigenschaften, die die einzelnen Proben aufweisen können auch spezielle Horizontmerkmale, die in Summe die Profilbeschreibung ergeben, angeführt. Im Bereich Meßwert werden neben den Meßparametern auch Meßmethoden und -verfahren angegeben. Durch das Übersetzen (Codieren) von Bodendaten mit dem Datenschlüssel Bodenkunde können Informationen in den drei genannten Bereichen verwaltet und in vergleichbarer Form verwendet werden. Dabei wird in bestehende und bewährte Systeme nicht eingegriffen, sondern eine fachlich qualifizierte Übersetzungsmöglichkeit geschaffen. Um den Aufwand bei der Datenanpassung zu verringern, wird die Anwendung des Datenschlüssels Bodenkunde als Grundlage für neue Erhebungen und für den Aufbau neuer Systeme empfohlen. Der Datenschlüssel Bodenkunde ist eine Basis für zukünftige effektivere Verknüpfung und breitere Auswertung von Bodendaten. Er stellt somit einen Schritt zur Verbesserung des Informationsstandes über die Qualität der Böden Österreichs dar, womit eine weitere Voraussetzung für österreichweit abgestimmte Bodenschutzmaßnahmen geschaffen wird.