Titel
Theoretische Überlegungen zur Sechs-Baum-Stichprobe und deren praktische Anwendungsmöglichkeiten : Dissertation
Paralleltitel
Theoretical consideration about the "6-trees-sampling" and its practical application possibilities = Considérations théoretiques sur l'échantillonnage par six arbres et les possibilités d'application en pratique
Verfasser
Körperschaft
Verlag
Erscheinungsjahr
1978
Seiten
113 S.
Illustrationen
37 Abb., 9 Lit. Ang.
Material
Monographie
Standardsignatur
10413
Datensatznummer
82064
Abstract
In der Arbeit wurde zunächst das SEBAST-Verfahren wahrscheinlichkeitstheoretisch untersucht. Es wurde festgestellt, daß sich auf geometrischem Weg für beliebige Baumkonstellationen aus 6 beieinanderliegenden Individuen Wahrscheinlichkeitspolygone bestimmen lassen, deren Flächengröße von der jeweiligen Stammdichte abhängig ist. Lichtere Bestandesteile besitzen demnach eine größere Wahrscheinlichkeit, bei einer Stichprobennahme berücksichtigt zu werden. Aus dieser Überlegung heraus erübrigt sich eine zusätzliche Wiegung der Einzelwert g¡/ha mit den Bezugsflächen. Da sich im Regelfall einzelne Probekreise flächenmäßig nicht mit den zugehörigen Standflächen der erfaßten Bäume decken, ergibt sich für das arithmetische Mittel der flächenbezogenen Grundflächenwerte ein positiver systematischer Fehler. Bei homogenen Beständen sind die Abweichungen der Probekreis- und Standflächen innerhalb einzelner Dichtegrade (g¡-Werte) normalverteilt. Für einzelne Dichtegrade liefert daher das gewogene Mittel erwartungstreue Grundflächenschätzwerte. Besteht ein statistischer Zusammenhang zwischen f¡ und g¡, so ist das gewogene Mittel mit einem systematischen Fehler behaftet, die die g¡-Werte der größeren Probekreise stärker berücksichtigt werden. In homogenen Altersklassenbeständen ist dieser Fehler noch vernachlässigbar. Da mit dem Alter eines Bestandes die Beziehung f¡ = f(g¡ loser wird, verringert sich der systematische Fehler des gewogenen Mittels entsprechend. Bei Vorliegen gleichaltriger homogener Altbestände ist die Anwendung des gewogenen Mittels demnach am sinnvollsten. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie bei homogenen Altersklassenbeständen die systematischen Fehler von arithmetischem und gewogenem Mittel hergeleitet werden können. Für inhomogene, vor allem verlichtete Bestände, wird die Anwendung des gewogenen Mittels problematisch. Hier ist das arithmetische Mittel eindeutig vorzuziehen. Um dennoch das gewogenen Mittel für Altersklassenbestände mit uneinheitlichem Schlußgrad heranziehen zu können, wird eine Methode zur rechnerischen Verbesserung der Schätzwerte vorgeschlagen. Bei Anwendung des arithmetischen Mittels ist der systematische Fehler zu berücksichtigen, der von verschiedenen Einflußgrößen abhängig ist. Für einige Fichtenbestände des Forstbezirks Bonndorf wird der Fehler in Abhängigkeit von der Stammzahl/ha grob ermittelt.