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  • Titel
    Teilmechanisierte Bereitstellung, Lagerung und Logistik von Waldhackschnitzeln
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Freising
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Seiten
    105 S.
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    13466
  • Datensatznummer
    80921
  • Quelle
  • Abstract
    Teilmechanisierte Hackschnitzel-Bereitstellungsverfahren - Zwei praxisreife, teilmechanisierte Bereitstellungsverfahren wurden arbeitswissenschaftlich untersucht. Die Bezeichnung der Verfahren erfolgte nach den Untersuchungsforstämtern: Im Verfahren "Würzburg" (Buchenbestände) entsprach die Hackguternte im wesentlichen der Aufarbeitung von "Industrieholz Lang" (IL). Die Vorgabezeiten des EST sind auf dieses Verfahren übertragbar. Die Hackguternte im Verfahren "Neustadt" (Kiefernmischbestand) war höher mechanisiert. In zwei Arbeitsschritten wurde zuerst auf der Rückegasse und auf der vom Zangenschlepper erreichbaren Zone geerntet und gerückt. Anschließend wurden die Bäume der Restfläche in einem Seillinienverfahren gefällt und an die Rückegasse vorgeliefert. Der Aufarbeitungsgrad beschränkte sich auf grobes Entasten und Zopfen bei etwa 8 cm. "Frei Waldstraße" ergab sich eine Systemleistung von 2,5 fm/h. Die Leistung beim Hacken lag in beiden Verfahren bei 23 Schüttraummeter (Srm)/h. Beim Transprot der Hackschnitzel zum Heizwerk wurde ein Wert von 12 Srm/h erreicht. Die Kosten/Srm sind vergleichsweise günstig. Ab einem BHD von 17 cm können im Verfahren "Würzburg" kostendeckend Hackschnitzel "frei Werk" bereitgestellt werden. Die Verwertung als Brennholz für Selbstwerber oder als IL ist aber, sofern dafür eine Absatzmöglichkeit besteht, für den Waldbesitzer lukrativer. Im Verfahen "Neustadt" ist es bereits ab einem BHD von 13 cm möglich, Hackschnitzel "frei Werk" kostendeckend bereitzustellen. Vor allem in Kiefern-Mischbeständen geringer Qualität kann dieses Verfahren für den Waldbesitzer eine bessere Wertschöpfungsmöglichkeit darstellen als das Sortiment Industrieholz (auf dem Preisniveau vom Frühjahr 1998). Lagerung und Trocknung von Hackschnitzeln. - Einführend werden einige Grundlagen zur Einlagerung und Trocknung dargestellt. Bei der Trocknung spielen neben rein physikalischen Prozessen vor allem mikrobielle Vorgänge eine Rolle. Im Verlauf der mikrobiell verursachten Selbsterwärmung, die zur Trocknung beiträgt, wird Holzsubstanz abgebaut. Die Einflussfaktoren wie "Ausgangswassergehalt", "Hackschnitzelqualität" und "Sättigungsdefizit der Luft" werden erläutert. Bei der Trocknung wird zwischen natürlichen und künstlichen Verfahren unterschieden. Natürliche Verfahren benötigen keinen Energieinput von außen. In einem Überblick werden Leistungsfähigkeit und Kosten gängiger Trocknungsverfahren aufgezeigt. Zwischen März und Juli 1998 wurde ein Unterdach-Trocknungsversuch durchgeführt. Die in Holzbauweise erstellte Halle hatte ein Fassungsvolumen von 1.000 Schüttraummetern. Neben dem Trocknungsverlauf wurde die Temperaturentwicklung innerhalb der Hackschnitzelschüttung erfasst. Der Wassergehalt der Hackschnitzel aus Fichtenkronen sank innerhalb der ersten zwei Monate auf unter 25%, wobei die Temperaturen in der Schüttung maximal 40°C erreichten. Die gute Durchlüftung der Grobhackschnitzel äußerte sich an den ähnlichen Temperaturverläufen an verschiedenen Messstellen innerhalb der Schüttung. Hinsichtlich der Trockenkosten je Schüttraummeter schnitt die Anlage auf Grund der hohen Trocknungsleistung sowie der geringen Investitionskosten sehr günstig ab. Das in den Verfahren "Würzburg" und "Neustadt" gewonnene Hackgut wurde erst nach einer Zwischenlagerung im Wald gehackt. Sonnenexponierte und luftig gelagerte Polter trockneten deutlich besser ab als beschattete. Die unterschiedlichen Lagerbedingungen hinsichtlich der Besonnung ergaben Wassergehaltsdifferenzen von ca. 10 bis 15%.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
141626013466ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar