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  • Titel
    Entwicklung des Kronenzustandes auf Fichten-Beobachtungsflächen in Baden-Württemberg : Ergebnisse und Analysen der 16jährigen Beobachtungen von 1983 bis 1998
  • Verfasser
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Freiburg im Breisgau
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Seiten
    65 S.
  • Illustrationen
    47 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    14013
  • Datensatznummer
    80521
  • Quelle
  • Abstract
    1. In Baden-Württemberg wurden seit 1982 Dauerbeobachtungsflächen für Fichten angelegt. Die hier vorgestellten Ergebnisse wurden auf einem Teilkollektiv von 11 seit 1983 jährlich bonitierten Flächen gewonnen. 2. Die Kronenverlichtungen von Fichten auf Beobachtungsflächen nahmen zwischen 1983 und 1998, bezogen auf den mittleren Nadelverlust, insgesamt zu. Die Entwicklung war gekennzeichnet durch den Wechsel von Phasen mit zu- und abnehmendem Nadelverlust. 3. Die Entwicklung des mittleren Nadelverlustes einzelner Beobachtungsflächen verlief mit einer Ausnahme trotz unterschiedlicher Ausgangsniveaus sowie regionaler und standörtlicher Unterschiede weitgehend gleich. Diese Befunde weisen darauf hin, daß die Ursachen für die Nadelverlust-Schwankungen nicht im unmittelbaren Umfeld der Beobachtungsfläche gesucht werden können, sondern überregionale Einflüsse eine wichtige Rolle spielen. 4. Der Vergleich der Nadelverlustentwicklung von Bäumen unterschiedlicher sozialer Stellungen zeigte, daß Fichten, die das Kronendach überragen, im Durchschnitt höhere Nadelverluste aufweisen als solche im Bestandesschutz. Veränderungen beim Nadelverlust sind bei herrschenden und vorherrschenden Fichten deutlicher ausgeprägt als bei mitherrschenden. 5. Zwischen dem Grad der Kronenverlichtung und der Wahrscheinlichkeit, daß ein Baum abstirbt, besteht ein statistisch abgesicherter Zusammenhang. Stärker verlichtete Bäume sterben gehäuft ab. Bäume mit geringem Nadelverlust erweisen sich als sehr stabil gegenüber Veränderungen. 6. Im Beobachtungszeitraum kam es nicht zu den zu Beginn der Beobachtungen befürchteten massiven Absterbeerscheinungen. Die aufgrund abiotischer ursachen (Sturm/Schnee/Blitz) ausgefallenen Fichten übertrafen die aufgrund biotischer oder unbekannter Ursachen ausgefallenen Fichten um mehr als das Doppelte. Vorherrschende Bäume (Klasse 1 nach KRAFT) waren einerseits überproportional sturmsicher, andererseits aber am stärksten durch Borkenkäferbefall gefährdet. 7. Nadelvergilbungen in größerem Ausmaß wurden auf Beobachtungsflächen in höheren Lagen des Schwarzwaldes und des Odenwaldes auf basenarmen Ausgangssubstraten registriert. Diese Beobachtungsflächen wiesen gleichzeitig die höchsten Nadelverluste auf. Dabei lief die Erhöhung der Vergilbungsintensität einer Erhöhung der Nadelverluste voraus. Bäume im Bestandesschutz wiesen im Mittel die geringsten Nadelvergilbungen auf. 8. Selbst starker Zapfenbehang wirkte sich nicht unmittelbar auf den Nadelverlust der Fichten aus. 9. Eine starke männliche Blüte ging nicht zwingend mit einer starken Zapfenbildung einher. Somit kann die Gesamtbelastung durch Fruktifikation nur teilweise über die Erfassung der Zapfenbildung beurteilt werden. 10. Bäume mit hohem Nadelverlust haben in der Regel einen geringen Radialzuwachs. Ein Zusammenhang zwischen den jährlichen Schwankungen des Nadelverlustes und der Radialzuwächse war nur in Einzelfällen erkennbar.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
1000556214013MonographieVerfügbar
1000556314013MonographieVerfügbar