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  • Titel
    Indikatoren und Stategien für eine nachhaltige, multifunktionelle Waldnutzung - Fallstudie Waldlandschaft Solling. : Zwischenbericht 1999/2000 zum BMBF-Verbundsforschungsvorhaben. Teil 1 - Gesamtbericht und Kurzfassungen
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Göttingen
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2001
  • Seiten
    65 S.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    12164
  • Datensatznummer
    79715
  • Quelle
  • Abstract
    Ziel des Verbundprojektes ist es, Grundlagen und Strategien für eine nachhaltige, multifunktionelle Waldnutzung anhand entsprechender Indikatoren im Rahmen einer gesamten Waldlandschaft aufzuzeigen. Dabei wird einerseits auf den Ergebnissen aus früheren Göttinger Verbundprojekten und andererseits auf dem anwendungsbezogenen Wissen des forstlichen Managements aufgebaut. Der flächenbezogene, auf die Skala der Landschaft zielende Ansatz wird dadurch sichergestellt, dass sich alle Arbeiten auf die "Waldlandschaft Solling" als Fallstudie konzentrieren. Versuchsansätze werden raumorientiert und nicht nur punktorientiert formuliert. Die Teilvorhaben innerhalb des Verbundprojekts sind nach ökologischen und forstwirtschaftlichen Problemstellungen in einer hierarchischen Struktur geordnet (siehe 2. Band: Teilvorhabenberichte). Zur Gliederung der Ergebnisdarstellung im hier vorliegenden integrierten Gesamtbericht dient die Differenzierung der Waldfunktionen. In einer multifunktionellen Waldwirtschaft sollen sie im Prinzip gleichrangige Berücksichtigung finden. Dieser Gesamtbericht enthält die Ergebnisse der ersten beiden Jahre (1999-2000) innerhalb der gesamten Projektlaufzeit von fünf Jahren (1999-2003). Es ist herauszustellen, dass bereits nach zwei Jahren eine Vielzahl von interessanten neuen Forschungsergebnissen vorliegt. Schlussfolgerungen sind im jetzigen Stadium des Verbundprojektes noch mit gebotener Vorsicht zu ziehen. Sollten sich die Ergebnisse jedoch im weiteren Verlauf bestätigen und erhärten, so ergäben sich neue Bewertungen und Perspektiven für den Waldumbau. Einige im Antrag formulierte und in der fachlichen wie öffentlichen Diskussion geläufige Hypothesen über ökologische Verhältnisse in Mischbeständen haben sich bislang nicht bestätigt, sondern sind in der Tendenz widerlegt worden. Eine erhöhte Artenvielfalt wurde weder in der Bodenflora noch in den untersuchten Taxa der Fauna von Mischbeständen gefunden. Auch die Humusauflagen und die Umsatzleistungen der Bodenfauna deuten bislang nicht auf ökologisch günstigere Ausprägungen in Mischbeständen gegenüber Fichtenreinbeständen hin. Das Windwurfrisiko in Fichtenbeständen - ein außerordentlich wichtiges Entscheidungskriterium im Zusammenhang mit dem Fichtenanbau - korreliert offenbar hochsignifikant mit dem Tongehalt des Bodens. Auch kolluviale Beeinflussung des Standorts erhöht erkennbar das Windwurfrisiko. Nach den bisherigen Erkenntnissen scheint die Bestandesstruktur im Solling hingegen einen untergeordneten Einfluss auf die Windwurfwahrscheinlichkeit zu haben. Diese für die praktische forstliche Umsetzung äußerst relevanten Zusammenhänge sind gleichzeitig Beispiele für die Identifizierung relativ einfach und flächenhaft zu erhebender, quantitativer Indikatoren mit großer Aussagekraft für die nachhaltige, multifunktionelle Waldbewirtschaftung.