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  • Titel
    Waldzustandsbericht 1997
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Freising
  • Erscheinungsjahr
    1997
  • Seiten
    63 S.
  • Illustrationen
    28 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    13257
  • Datensatznummer
    78784
  • Quelle
  • Abstract
    Das umfassende Programm der Bayerischen Staatsforstverwaltung zur vorsorgenden Umweltkontrolle im Wald umfasst die jaehrlich durchgefuehrte landesweite systematische Kronenzustandsinventur, Dauerbeobachtungsflaechen zum Wald- und zum Bodenzustand, eine systematische Waldbodeninventur, die 1987 in Bayern als erstem Land in Europa durchgefuehrt wurde, und 22 Waldklimastationen mit einem umfangreichen Mess- und Auswertungsprogramm. Die diesjaehrige landesweite Waldzustandserhebung wurde im 4x4 km-Raster durchgefuehrt. Die Aufnahme von 74 550 Baeumen in 1 670 Bestaenden ermoeglicht statistisch abgesicherte Aussagen zum Kronenzustand der fuenf Hauptbaumarten (Fichte, Kiefer, Tanne, Buche, Eiche) bis zur Ebene der forstlichen Wuchsgebiete als naturraeumlicher regionaler Gliederung des Landes. Gegenueber der letztjaehrigen Erhebung im 16 x 16 km-Raster haben sich die Nadel- /Blattverluste geringfuegig auf 17,4% erhoeht. Ebenso stieg der Anteil deutlicher Schaeden auf 19%. Im Vergleich zur letzten Erhebung im engmaschigen 4x4 km-Raster im Jahr 1994 hat sich die Erholung des Kronenzustandes der letzten beiden Jahre ueber ganz Bayern hinweg bestaetigt. Der durchschnittliche Nadelverlust liegt bei der Fichte bei 16,5%. Rund 19% der Fichten sind deutlich geschaedigt (Nadelverlust ueber 25%). Die Kiefer hat ihren Kronenzustand auf einem guenstigen Niveau von 16,7% Nadelverlust und 13% deutlichen Schaeden stabilisiert. Weiter erholen konnte sich die Tanne. Der durchschnittliche Nadelverlust liegt nun bei 26,1%. 42% der Baeume weisen deutliche Schaeden auf. Obwohl 1997 kein Mastjahr bei der Buche war, hat sich der Kronenzustand erkennbar verschlechtert. Bei einem durchschnittlichen Blattverlust von 21,1% zeigen 28% der Baeume deutliche Verlichtungen. Die Eiche ist mit einem durchschnittlichen Blattverlust von 28,2% die am staerksten geschaedigte Baumart. 48% der Baeume sind deutlich geschaedigt. Auch wenn 1997 in vielen Gebieten Schmetterlingsraupen die Maitriebe der Eichen erkennbar befressen haben, laesst sich damit allein der schlechte Kronenzustand der Eiche nicht erklaeren. Bei der regionalen Auswertung zeigt sich im Vergleich zum Jahr 1994 eine deutliche Erholung in vielen Wuchsgebieten. Entgegen der allgemeinen Entwicklung war ein Schadensrueckgang in den Alpen kaum festzustellen. Diese und der Bayerische Wald sind nach wie vor erheblich von Kronenverlichtungen betroffen. Die Dauerbeobachtungsflaechen bestaetigen als Einzelstudien den Trend der Rastererhebung. So zeigt sich auch hier die Erholung der Fichte und Kiefer in vielen Gebieten, waehrend Buche und Eiche nach wie vor hoehere Schaeden aufweisen. Die Flaechen in Schadensschwerpunktregionen wie den Alpen und dem Bayerischen Wald verdeutlichen das regional hoehere Schadensniveau. Die Ergebnisse von Messungen und Auswertungen an der Bayerischen Landesanstalt fuer Wald und Forstwirtschaft (LWF) zeigen die Schadstoffeintraege in Waelder und Boeden, die Schwefelbelastung von Nadeln und die Schwermetallgehalte von Waldboeden. Daneben wird die lufthygienische Situation in Bayern fuer Schwefeldioxid, Stickstoff, Kohlendioxid und Ozon anhand von Daten des Landesamtes fuer Umweltschutz, des Umweltbundesamtes, des Deutschen Wetterdienstes und anderer Institutionen dargestellt. Die oekologische Bedeutung von Forstwirtschaft und Holzverwendung wird vor allem unter dem Gesichtspunkt der CO2-Speicherung und des Klimaschutzes aufgezeigt. Ueber Massnahmen, auch die Artenvielfalt forstlicher Nebenbaumarten und Straeucher zu erhalten, berichtet die Bayerische Landesanstalt fuer forstliche Saat- und Pflanzenzucht.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
141913513257MonographieBüchermagazinVerfügbar