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  • Titel
    Naturwaldreservate in der Schweiz - Bedarf und Realisierungschance : Urwaelder fuer die Zukunft: Naturwald-Reservate im Wienerwald
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Purkersdorf
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1994
  • Seiten
    S. 10-16
  • Illustrationen
    4 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    13758
  • Datensatznummer
    78028
  • Quelle
  • Abstract
    Auch der Schweizer Wald ist von einem erheblichen Artenschwund betroffen. 17 Prozent der Waldpflanzen und 32% der Waldvogelarten stehen auf der roten Liste. Eine Ursache fuer den Artenschwund ist, dass auch eine naturnahe Waldwirtschaft die Phasen der natuerlichen Waldentwicklung nur unvollstaendig nachahmen kann. Daraus entsteht ein Mangel an Lebensraeumen mit erhoehtem Altholz- und Totholzanteil, der durch Naturwaldreservate gedeckt werden kann. Eine vom SBN-Schweizerischer Bund fuer Naturschutz in Auftrag gegebene Studie (BROGGI/WILLI 1993) beziffert den Bedarf an Naturwaldreservaten fuer das Schweizerische Mittelland auf 21.500ha, was 8% der Waldflaeche entspricht. Die gegenwaertige Reservatsflaeche macht dagegen nur ca. 400ha oder 1.5 Promille der Waldflaeche aus. Gemaess dem neuen Bundesgesetz ueber den Wald koennen die Kantone zur Erhaltung der Artenvielfalt Waldreservate ausscheiden. Der Bund leistet dafuer finanzielle Beitraege. Die neuen gesetzlichen Grundlagen und die Waldkampagne des SBN haben bisher zu einer zwar zoegernden, aber stetigen Zahl von Neugruendungen von Naturwaldreservaten gefuehrt. Die Schaffung grossflaechiger Waldreservate im Mittelland stoesst insbesondere bei Foerstern und Waldeigentuemern auf Skepsis.